Autor: Anneke

Es ist anstrengend – im Moment

Wie anstrengend der Alltag mit dem neugeborenen Kind wahrgenommen wird, hängt von vielen Faktoren ab. Sowohl unsere Erwartungen als auch die Unterstützung durch das Umfeld, die individuellen Geburtserlebnisse und die aktuelle körperliche Verfassung sind dafür wichtig. Während wir einige dieser Bereiche gut steuern oder beeinflussen können, ist unser kleines Gegenüber wie eine Wundertüte. Temperament und Vorlieben kennen wir (noch) nicht. Manche Babys schreien sehr viel, alle sind unterschiedlich in Bezug auf ihre Gefühlsstärke. Auch sie wurden von der Geburt geprägt und haben noch keine Möglichkeit, darüber mit uns zu sprechen. Wir können nur raten, was sie gerade brauchen und uns langsam an Lösungen herantasten. Bis wir die richtigen Tipps und Kniffe haben vergeht viel Zeit, manches bleibt für immer ein Rätsel. Die Zeit, die dazwischen liegt, kann anstrengend sein. Sehr anstrengend, ehrlich. Beim zweiten Kind ist es, wie wir gerade feststellen, nicht weniger anstrengend, sondern nur anders. Vieles wissen wir mittlerweile, wir machen uns weniger Stress und ignorieren beispielsweise Kommentare auf dem Spielplatz und an der Supermarktkasse leichter. Das ist unser Stresslevel, das wir senken …

Wochenende in Bildern – 01./02. Dezember 2018

Unser Dezember beginnt mit einem ruhigen Wochenende. Der Familien-Adventskalender löst am Samstagmorgen große Freude aus – nicht nur beim Kind, denn auch wir wissen nicht, was sich darin verbirgt. Mit dem Babysohn in der Trage mache ich mich nach dem Frühstück auf den Weg zum Blumenladen, während der Mann und die Tochter eine Gemüsesuppe mit Solawi-Gemüse vorbereiten. Ich hatte mir zwar vorgenommen, den Adventskranz schon früher zu machen, bin aber dann durch die U3 und andere Termine nicht dazu gekommen. Zum Glück fällt mir im Blumenladen ein, dass wir auch noch Kerzen brauchen und ich spaziere noch an der Drogerie vorbei. Am Nachmittag treffen wir Freund*innen auf dem Weihnachtsmarkt in der Kolonie Alexandrowka hier in Potsdam. Die kleinen Märkte dort mag ich immer sehr, sie sind sowohl für Kinder als auch für Eltern überschaubar und es gibt leckeres Essen – heute beispielsweise Quarkbällchen und heißen Apfelsaft für uns. Während es den ganzen Tag über sehr mild war, kriecht dann aber doch plötzlich die Kälte in Jacken und Schuhe. Wieder im Warmen schauen wir mit der …

Rezension: Rundum geborgen (Susanne Mierau)

“Schlagworte wie “Unerzogen”, “Attachment Parenting” oder “Beziehung vor Erziehung” bestimmen heute moderne Elternschaft. Für Menschen, die ohne diese Bezeichnungen aufgewachsen sind, können heutige Elternschaft und ihre Ansprüche verwirren oder auch eine Ablehnung hervorrufen […]” schreibt Susanne Mierau im Vorwort ihres aktuellen Buches Rundum geborgen …weil es ein ganzes Dorf braucht, um ein Kind großzuziehen. Mit diesem Buch greift sie, nachdem sie bereits erfolgreiche Bücher über den geborgenen Start ins Leben und die geborgene Kindheit geschrieben hat, einen wichtigen Aspekt auf: Familien brauchen Menschen um sich herum – und diese Menschen sollten im Idealfall irgendwie nachvollziehen können, warum die jungen Eltern sich so verhalten, wie sie es tun. Susanne Mierau erklärt ihnen in Rundum geborgen die Grundgedanken der modernen Konzepte, die viele Eltern heute verfolgen, aber nicht ohne einen kritischen Blick. So erklärt sie beispielsweise die Grundzüge des “Attachment Parenting” und die darin enthaltenen Kernpunkte wie frühes Bonding nach der Geburt und das Tragen der Babys, erläutert aber auch die Entstehung der Gedanken und ihre Auslegung hierzulande. Die Erklärungen werden mit hilfreichen Listen und Rezepten ergänzt: …

Wir sind jetzt vier!

Seit zwei Wochen sind wir hier zu viert – Ende Oktober ist unser Sohn O. in Berlin zur Welt gekommen. Im Vorfeld haben wir uns viele Gedanken gemacht, wie das Leben mit zwei Kindern wohl werden würde und konnten es uns nicht so richtig vorstellen. Das war wahrscheinlich auch gut so, denn mit Kindern kommt ja doch immer alles anders, als man denkt. Es ist verrückt, statt ein Kind nun Kinder zu haben. Viel ernster und erwachsener, momentan viel mehr zu Hause und viel weniger flexibel. Während unsere Tochter vorher eine 2:1-Betreuung hatte und wir uns Aufgaben immer aufteilen konnten, ist jetzt jede*r immer mit einem Kind beschäftigt und die Stunden des Tages rasen nur so davon. Gemeinsame Mahlzeiten sind aktuell eher Mangelware, meistens wacht der Babysohn genau dann auf und möchte ebenfalls versorgt werden, auch zum Haushalt kommen wir kaum. Ich bin mir sicher, dass sich ein gewisser Rhythmus und eine Routine mit den Wochen einstellen werden und wir versuchen daher, so gelassen wie möglich an die neuen Herausforderungen zu gehen und uns alle …

Erstausstattung: Was du für dein Baby wirklich brauchst

Bei all den Listen, die im Internet zum Thema Erstausstattung für das Baby kursieren, kann man leicht den Überblick verlieren. Es ist, als bräuchte man plötzlich mindestens zwei Zimmer mehr, um alles parat zu haben. Dabei ist es oft viel weniger, was man wirklich benötigt. Jetzt, wo wir die zweite Runde der Erstausstattung drehen, habe ich eine Liste mit den Dingen zusammengestellt, die du wirklich gut gebrauchen kannst.

Achtsamkeit in der Schwangerschaft

Schwangerschaften sind nie gleich – dass man die eigene Schwangerschaft nicht mit denen anderer Menschen vergleichen kann, wusste ich schon spätestens seit der Schwangerschaft mit E., aber wie sehr auch Schwangerschaften bei einem selber anders verlaufen, hat mich in den letzten Monaten schon überrascht. Ich bin momentan in der Schwangerschaftswoche 36+irgendwas, kurz vor dem Ziel also. Mein Arzt kommentierte das letzte Woche mit “Wenn es jetzt losgeht, halten wir die Geburt nicht mehr auf”. Freude und Panik mischten sich sofort, denn ich kann es kaum erwarten, dieses kleine Menschlein in meinen Armen zu halten, auch wenn ich großen Respekt vor der Geburt habe. Gleichzeitig dachte ich aber auch: Schon fast vorbei? Wo ist die Zeit denn hin? Und habe ich das eigentlich alles genug wahrgenommen? Wahrscheinlich nicht, deshalb versuche ich jetzt noch einmal bewusst, mehr achtsame Phasen in den Alltag zu integrieren. In der ersten Schwangerschaft war dafür natürlich viel mehr Zeit. Damals wuselte noch kein weiterer Mensch um uns herum und benötigte die volle Aufmerksamkeit, wollte rausgehen oder spielen oder ins Bett gebracht werden. …

Wochenende in Bildern – 08./09. September 2018

  Dieses Wochenende haben die Tochter und ich alleine verbracht, während der Mann bei der Familie in Schleswig-Holstein war. Für E. ist der Wechsel von der jüngeren in die ältere Kita-Gruppe gerade anstrengend genug und sie schnieft zudem seit zwei Tagen, sodass wir zwei die Tage überwiegend in der Wohnung verbracht haben. Eindrücke vom Kuchenbacken, Malen und Basteln gibt es jetzt hier: