Kleinkind
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Frohe Weihnachten!

Ich wünsche euch allen frohe Weihnachten und ein paar ruhige Feier- und Ferientage. Bei uns lodert schon das künstliche Kaminfeuer auf dem Fernseher, endlich sind alle vier Kerzen auf dem Adventskranz an und das letzte Päckchen vom Adventskalender geplündert. So lange hat E. es geschafft, auf Weihnachten zu warten und wir sind davon sehr beeindruckt. Wir wissen ja selber noch, wie aufregend die ganze Vorweihnachtszeit ist, wenn man am Adventskalender genau sieht, wie lange es noch dauert und man selbst zum Schluss nicht weiß, was einen am Abend erwartet. 

Unser Weihnachtsfest steht dieses Jahr unter dem gleichen Motto wie unser gesamtes Jahr, unsere Hochzeit und unsere beiden Urlaube: Slow down just a little. Wir machen uns so wenig Stress wie möglich und schenken uns gegenseitig eher Zeit und gemeinsame Momente – bei einem gemeinsamen Konto und dem gemeinsamen Familieneinkommen finde ich das große Schenken tatsächlich auch ein wenig merkwürdig. Auch für die Familie haben wir die Geschenke die ganze Woche über selber gebastelt und uns mit E. so weiter auf das Fest vorbereitet. Gemeinsam mit ihr haben wir auch Kleidung aussortiert, die wir dann nach Weihnachten spenden wollen. Eigentlich wollten wir das schon letzte Woche gemacht haben, aber Uni und Arbeit haben uns dann doch anderweitig beschäftigt. Ich freue mich sehr, dass wir das realisieren konnten, was wir uns letztes Jahr an Weihnachten vorgenommen haben: Das Fest nicht durch den Konsum leiten zu lassen, Selbstgemachtes zu verschenken und die gemeinsame Zeit mit der Familie in den Vordergrund zu stellen.

Weihnachten ist immer eine gute Gelegenheit, noch einmal innezuhalten, sich das Jahr in Erinnerung zu rufen und sich an die vielen schönen Momente zu erinnern. Um dafür Zeit zu haben, haben wir alles bereits erledigt, was noch erledigt werden musste. Die Weihnachtsgeschenke für die Familie sind fertig, in Tüten gepackt und schon im Auto. Der Einkauf ist seit Freitag erledigt, das Auto ist gewaschen, der Tannenbaum ist gebastelt und die Wohnung schön aufgeräumt. Heute ist Entschleunigung angesagt. Der Mann und das Kind sind gerade draußen und drehen eine Runde mit dem Laufrad, während ich das Hähnchen, das wir nun im dritten Jahr im Biomarkt vorbestellt hatten, vorbereite. Nach dem Mittagsschlaf wollen wir eigentlich in die Kirche zum Krippenspiel für Kleinkinder – mal sehen, ob sich das realisieren lässt. Wenn wir dann zurückkommen, war der Weihnachtsmann schon da und sie darf das erste von zwei Geschenken auspacken.

Unseren Weihnachtsbaum haben wir dieses Jahr auch wieder selber gebastelt. Noch haben wir keinen Garten und ich möchte nicht, dass ein Baum gefällt wird, um dann eine Woche in unserem Wohnzimmer zu stehen und dann an der Straßenecke zu landen. Wir fahren deshalb immer kurz vor Weihnachten in ein Blumengeschäft und kaufen restliche Zweige. In diesem Jahr hat uns unser Baum ungefähr 12 Euro gekostet.  Heute Abend werden wir dann zu dritt vor diesem Weihnachtsbaum verbringen und unser Festessen verspeisen. Den Tag morgen haben wir uns gegenseitig geschenkt und wollen ihn weitestgehend mit Essen und an der frischen Luft verbringen, bevor wir dann zur Familie starten und endlich alle wiedersehen.

In diesem Sinne wünsche ich euch ein ebenso ruhiges Weihnachtsfest und die Zeit für die Konzentration auf die wichtigen Dinge, danke euch für den Austausch und das Feedback in diesem Jahr und zitiere mich zum Schluss einfach selbst aus meinem Weihnachtspost vom letzten Jahr:

“Lasst uns alle in den kommenden Tagen nicht vergessen, worum es an Weihnachten geht: Dass es manchmal eine unfassbar strahlende Geschichte werden kann, wenn man Fremden in Not die Tür öffnet und ihnen ein Dach über dem Kopf gibt. Und dass die Kinder, die in diesen Häusern geboren werden, die Chance haben, ganz groß rauszukommen – egal welcher Religion sie sind, auch wenn sie sich gar keiner zugehörig fühlen.
Wer mit Hass gegenüber Fremden erfüllt ist, kann nicht ernsthaft Weihnachten feiern. Weihnachten ist das Fest der (Nächsten)liebe.”

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