Nachhaltigkeit, Nützliches
Kommentare 2

Solawi – Bio-Gemüse und Familienaktivitäten

Im letzten Wochenende mit Bildern habe ich es schon durchblicken lassen: Wir haben uns im Januar einer Solawi – einer solidarischen Landwirtschaft – angeschlossen.

Gutes Essen spielt für uns schon lange eine wichtige Rolle. Als Student*in ist es nicht immer und vor allem nicht überall möglich, gute Lebensmittel zu kaufen und wenn ich an mein erstes Studienjahr zurückdenke, tut mir mein Magen noch heute leid. Ich hatte irgendwann das Glück, einen Nebenjob mit besserer Bezahlung zu finden und konnte die Ernährung Monat für Monat verbessern. Seit der Schwangerschaft kaufen wir fast nur noch Bio-Lebensmittel und geben dafür den Großteil unseres monatlichen Geldes hin.

Auch wenn man Bio-Lebensmittel kauft, heißt das nicht, dass das Essen dann auch wirklich nachhaltig ist. Unsere Kinder wachsen damit auf, dass jedes Obst und Gemüse fast das ganze Jahr über verfügbar ist – das ist auf der einen Seite toll, weil man so das bekommt, was das Kind gerne mag, auf der anderen Seite verlieren wir dadurch aber auch das Gefühl dafür, was saisonal ist.

Für den Wochenmarkt haben wir unter der Woche nur selten Zeit und am Wochenende ist er immer sehr voll, deshalb sind wir gerade sehr froh, dass wir von Bekannten von der Solawi erfahren haben. Solawi bedeutet, dass Landwirt*innen ihren Ernteertrag nicht mehr über Supermärkte verbreiten, sondern unter einer gewissen Anzahl von Ernteanteilen verteilen. Wir zahlen 90 Euro im Monat für saisonale Bio-Lebensmittel und erhalten dafür im Winter zwei Mal im Monat, im Sommer wöchentlich eine Lieferung, die wir dann hier an einer Sammelstelle in der Stadt abholen. Der Betrag wird von den Mitgliedern gemeinschaftlich bestimmt, ebenso können die Mitglieder mitbestimmen, was auf dem Hof angebaut wird. Die Landwirt*innen bekommen die finanzielle Sicherheit unabhängig vom tatsächlichen Ernteertrag und wir bekommen sehr sehr viel gutes Gemüse.

Hofeinsätze, an denen Mitglieder der Solawi bei der Ernte mithelfen, gehören dabei ebenso zum Programm. Wir können also direkt hinfahren und vor Ort alles erkunden. Das war uns sehr wichtig, denn auf unserem Stadt-Balkon wachsen bisher nur Tomaten, Paprika und Gartenkräuter. E. soll aber viel mehr mit der Natur in Kontakt kommen und verstehen, wie beispielsweise Kartoffeln geerntet werden. Dass “unser” Solawi-Hof auch noch mit Permakultur arbeitet, ist für uns quasi die Kirsche auf der Sahnetorte, denn davon wollen wir schon lange mehr verstehen.

Ich werde hier auf dem Blog zum Sommer hin Bilder und Berichte von unseren Arbeitseinsätzen mit euch teilen und auch immer mal berichten, was in der Lieferung enthalten ist. Wer da öfter mal etwas sehen will, folgt mir am besten auch auf Instagram.

Ob es eine Solawi auch in deiner Nähe gibt, kannst du hier nachsehen.

2 Kommentare

  1. Pingback: Wochenende in Bildern 17./18. Februar – eenemeenemama.

  2. Pingback: Wochenende in Bildern – 01./02. Dezember 2018 – eenemeenemama.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.