Autor: Anneke

Symbolbild: Kind läuft über einen Weg

Wie ein Kitawechsel Entspannung in unseren Familienalltag brachte

Es ist fast drei Jahre her, dass ich den großen braunen Umschlag aus dem Briefkasten holte, mein Mann war gerade dabei, unsere Tochter für den Mittagsschlaf hinzulegen. Ich überlegte, ob ich ihn alleine öffnen sollte und entschied mich dafür. Und so las ich, sehr angespannt und auf alles gefasst, dass wir den Platz in unserer Wunschkita bekommen hatten. Ich habe innerlich Luftsprünge gemacht und meinem Mann direkt eine Nachricht ins andere Zimmer geschickt: „Wir haben den Platz!“. Einen Kitaplatz in Potsdam zu finden, stellte sich damals als schwieriges Unterfangen heraus. Einen Platz in einem Montessori-Kindergarten zu bekommen, wäre der Sechser im Lotto gewesen. Und wir hatten ihn tatsächlich ergattert. Es gab nur einen einzigen, klitzekleinen Haken: Die Kita war in einem ganz anderen Stadtteil. Solange ich noch wegen der Uni ohnehin mehrmals die Woche in die Richtung musste, war das nicht weiter problematisch, aber als meine Kurse weniger wurden, insbesondere, als ich mit unserem zweiten Kind schwanger war, wurde es schwieriger.  Kitawechsel: Warum jetzt? Wir haben also seit zwei Jahren versucht, eine Wohnung in dem …

Weihnachtstraditionen: Bild von selbstgebasteltem Tannenbaumschmuck

Weihnachtstraditionen: Dieses Jahr ist alles etwas anders.

In diesem Jahr fühlen sich Weihnachten und Weihnachtstraditionen anders an als sonst. Vielleicht liegt es an den sieben Grad Außentemperatur, vielleicht aber auch noch an viel mehr. Lange habe ich versucht, herauszufinden, was mich davon abhält, in völlige Weihnachtseuphorie zu verfallen und gestern fiel es mir dann endlich ein: Dies ist das letzte Weihnachten in unserer kleinen Familie, das irgendwie so wird wie die vergangenen Jahre. Im nächsten Jahr wird sich unser Leben nämlich wahrscheinlich einmal auf den Kopf stellen. Weihnachten fällt ja ungünstigerweise mit dem Jahresende zusammen und während ich seit einer Woche an den Reflektionen des Jahres sitze, fällt mir auf, dass so vieles noch unabgeschlossen ist. Dass unter so vieles noch kein Schlussstrich gezogen werden kann. Und dass niemand sagen kann, wo und wie wir nächstes Jahr Weihnachten feiern. Wir wissen ja nichtmal, ob wir dann noch hier wohnen. Mein Mann wird in den nächsten Monaten sein Masterstudium beenden. Ich folge dann im Sommer. Bei uns beiden führt das Studium nicht zu einer konkreten Tätigkeit, deshalb gibt es ungefähr mindestens 50 Möglichkeiten, …

Cover Mutter.Sein.

Rezension: Mutter. Sein. (Susanne Mierau)

Susanne Mierau hat in den vergangenen Jahren viele Bücher und noch mehr Artikel darüber geschrieben, wie wir Eltern heutzutage unseren Kindern begegnen und sie auf ihre Zukunft vorbereiten, wie wir alte Denkmuster durchbrechen und als Familie neue Wege finden können. Das alles schreibt sie aus verschiedenen Perspektiven, sie ist selbst Mutter dreier Kinder und Kleinkindpädagogin. Nachdem im vergangenen Jahr mit Rundum Geborgen und Einfach Familie leben das Umfeld der Kinder stärker in den Fokus rückte, hat sie sich mit dem gerade erschienenen Buch Mutter. Sein. nun einer weiteren großen Baustelle gewidmet, die in unser aller Familienleben präsent ist: dem Mutterbild, das uns alltäglich in Werbung oder Gesellschaft begegnet, mit dem wir groß geworden sind und welches uns bis heute in unserem Tun und Denken beeinflusst. Susanne Mierau hinterfragt, wie dieses Mutterbild entstanden ist und was es mit uns macht. Sie schlägt den Bogen von Funden aus der Steinzeit, von Jäger*innen und Sammler*innen über das Mittelalter hin ins 20. Jahrhundert. Sie legt dar, wie sich die Situation für Mütter zwischen den beiden Weltkriegen veränderte und welche …

Roboter Smarty beim Familienausflug ins Phaeno Wolfsburg

Familienausflug ins Phaeno Wolfsburg

Seifenblasen so groß, dass wir darin stehen können? Ein Roboter, der mit uns spricht? Ein Schwindeltunnel, in dem wir vergessen, wo oben ist? Das Phaeno in Wolfsburg stand schon lange auf der Liste unserer Ausflugsziele und endlich ist unsere Tochter nun alt genug, dass es sich für uns alle ausreichend ausreichend gelohnt hat. Ich freue mich daher sehr, dass wir vor zwei Wochen das Phaeno besuchen konnten und möchte euch heute etwas genauer vorstellen, warum ein Ausflug dorthin im wahrsten Sinne des Wortes #phaenomenal sein kann. Und ganz am Ende könnt ihr sogar etwas gewinnen. Dieser Beitrag entstand im Anschluss an einen Pressebesuch, daher Werbung. Dauerausstellung “Die Welt der Phänomene” Das Phaeno in Wolfsburg ist ein ganz besonderes Experimentiermuseum. Schon die Architektur lädt dazu ein, das Gebäude zu erkunden, sich auf Neues einzulassen und die eigenen Sinne herauszufordern. Drinnen erwarten die Besucher*innen dann verschiedene Ausstellungen, zum einen die Dauerausstellung “Die Welt der Phänomene”, die mit über 350 verschiedenen Experimenten wohl für jede Familie passende Aktivitäten bereithält. Mir persönlich standen beispielsweise die Haare zu Berge, wir …

Strand in Warnemünde

Nachhaltigkeit auf Reisen: #djhfairunterwegs in der Jugendherberge Warnemünde

Am Wochenende war ich mit meinem Mann und beiden Kindern auf Einladung der deutschen Jugendherbergen in Warnemünde, um mich mit 15 anderen Bloggerinnen sehr intensiv mit dem Thema “Nachhaltigkeit auf Reisen” auseinanderzusetzen. Da wir teilweise auch verschiedene Perspektiven auf Nachhaltigkeit beim Reisen hatten, haben wir sehr spannende Diskussionen geführt und ein wirklich “nachhaltiges” Wochenende verbracht. Dieser Beitrag entstand anschließend an eine Pressereise auf Einladung der Jugendherbergen. Daher Werbung. Ich habe die Wahl: Wen unterstüze ich mit meiner Reise? Wir waren nicht zum ersten Mal in Warnemünde. Im Februar, nach der letzten Prüfungsphase und pünktlich zu meinem Geburtstag, haben wir mit Freund*innen ein schönes Wochenende in einem Hotel dort verbracht. Dieses Mal habe ich den Ort allerdings noch einmal aus einer ganz anderen Perspektive kennengelernt und möchte an euch weitergeben, mit welchen Aspekten von “Nachhaltigkeit auf Reisen” wir am Wochenende in Kontakt gekommen sind. Zugegeben – vor diesem Wochenende habe ich zuletzt vor acht Jahren in einer Jugendherberge übernachtet. Als Familienurlaubsziel hatte ich sie auch gar nicht allzu sehr auf dem Schirm. Aber uns ist wieder …

Rezension: Rotkäppchen (Gebrüder Grimm, Nadia Fabris, Ester Tomè)

Im Verlag arsEdition ist in diesem Sommer eine der wohl schönsten Verisonen vom Grimmschen Märchen Rotkäppchen erschienen, die ich euch heute hier ans Herz legen möchte. Grimms Märchen als Kinderbuch Märchen erfreuen sich schon lange großer Beliebtheit beim Vorlesen für Kinder. Was viele dabei aber gar nicht wissen: Der Großteil der Märchen war ursprünglich gar nicht für Kinder gedacht. Oft sind sie gruselig oder für Kinderohren gar grausam, zum Beispiel wenn Hänsel und Gretel im Wald ausgesetzt werden.Auch stammt Rotkäppchen nicht original von den Gebrüdern Grimm, sie haben es aus einer früheren Vorlage adaptiert und ihre Märchenbücher mit aufgenommen. Auf Kinder üben Märchen eine große Faszination aus und spätestens im Kindergarten kommen sie mit ihnen in Kontakt. Sehr häufig ist auch Rotkäppchen hier beliebt, weil sich damit eine Beziehung zum Thema “nicht mit Fremden reden” herstellen lässt. Werden die Märchen schon in einem so frühen Alter vorgestellt, ist es schön, wenn sie etwas kinderfreundlicher und weniger gruselig aufgemacht sind. Rotkäppchen nacherzählt und in neuem Design Aus dem Englischen übersetzt von Susan Niessen und nacherzählt von …

Mutter und Tochter am Wasser sitzend

Jetzt bist du vier – irgendwo zwischen Kleinkind und Vorschulkind

Unsere große Tochter ist in der letzten Woche vier Jahre alt geworden. Vier! Seit vier Jahren sind wir Eltern. Jahre, in denen wir alle so viel gelernt haben und in denen wir miteinander wachsen konnten. Wie groß unsere Tochter ist, fiel mir unter anderem vorgestern auf, als wir neue Halbschuhe und Hausschuhe kaufen mussten. Wir gucken nämlich neuerdings nicht mehr in der Kleinkindabteilung. Es gibt keine Pom-Poms und keine Froddo-Hausschuhe mehr in ihrer Größe. Ein bisschen geht eine Ära zu Ende. Ich weiß noch genau, wie es sich vor drei Jahren anfühlte, als aus unserem Baby ein Kleinkind wurde, als wir die ersten richtigen Schuhe kauften und das Geschenk zum 1. Geburtstag aussuchten. Es ging mir alles zu schnell, ich hätte das erste Jahr gerne noch bewusster erlebt und wir waren gespannt, was in den nächsten Jahren auf uns zukommen würde. Und plötzlich ist auch diese Kleinkindzeit schon wieder vorbei. Das merken wir sehr deutlich: Weniger Verständnisprobleme, mehr Kooperation, mehr Eigenständigkeit. Zwischen Kleinkind und Vorschulkind: Was ist man denn mit vier? Letztens habe ich gegoogelt, …