Autor: Anneke

Kind klettert in Pullover der Hamburger Firma Manitober

Nachhaltige Kinderkleidung: Manitober aus Hamburg

Nachhaltige Kinderkleidung zu finden, ist heutzutage eigentlich nicht mehr schwer – man muss nur wissen, wo! Viele Unternehmen vertreiben “nachhaltige Kindermode”, doch wenn man hinter die Kulissen schauen möchte, sieht es oft schon gar nicht mehr so nachhaltig aus. Ganz anders ist das bei Manitober, einer Firma aus Hamburg, die Kinderkleidung herstellt und dabei so transparent wie möglich arbeitet. In unserem Haushalt finden sich Manitober-Kleidungsstücke seit ungefähr zwei Jahren. Heute möchte ich sie euch auch auf dem Blog vorstellen, aber Vorsicht: Zwischendurch werdet ihr manchmal denken, dass es zu schön klingt, um wahr zu sein. Dieser Post enthält unbezahlte Werbung für Manitober. Die Kleidungsstücke auf den Bildern wurden mit einem Rabatt selbstgekauft. Manitober: Bio-zertifizierter Anbau und plastikfreie Verschickung Bei nachhaltiger Kindermode denkt man oft zuerst an die Materialien, aus denen die Kleidung hergestellt wird. Manitober verwendet Bio-Baumwolle und auch kbT-zertifizierte Wolle (kbT bedeutet “kontrolliert biologische Tierhaltung”) zur Herstellung ihrer Kleidungsstücke. Auch darüber hinaus wird Wert auf nachhaltiges Material gelegt: Bei der Wollwalk-Bomberjacke, die unsere Tochter diesen Herbst/Winter tragen wird, sind die Labels beispielsweise aus recyceltem …

Rezension: Die Welt, die dir gefällt (Gretas Schwester)

Welche Welt wäre eigentlich eine, die unserem Kind gefallen würde? Dieser Frage widmet sich das neu erschienene Buch Die Welt, die dir gefällt. Ein Mitmachbuch von Gretas Schwester, erschienen im Verlag arsEdition. Mit nur wenigen Fragen, dafür aber vielen niedlichen und realistischen Illustrationen von Sarah Neuendorf lädt dieses Buch Kinder und ihre Vorlesenden ein, sich ein Wunschszenario auszumalen. Die Fragen bauen aufeinander auf und gehen Seite für Seite weiter ins Detail. So startet man beispielsweise mit der Frage “Wo wärst du gerade am liebsten?” und erforscht den Wunschort dann weiter: Wen man dort wohl treffen würde, in was für einem Bett man dort gerne schlafen würde und was man dort wohl gerne essen würde. Die Fragen können einerseits sehr breit sein, andererseits aber auch schon bestehende spezielle Interessen der Kinder ansprechen – zum Beispiel bei der Frage danach, was sie in ihrem Koffer auf jeden Fall bei sich tragen würden. Kindgerechte Illustrationen von Sarah Neuendorf Durch die Illustrationen erhalten die Kinder bereits Vorstellungen davon, was alles möglich wäre – und auch davon, dass den eigenen …

Mutter mit Baby in der Trage auf dem Rücken

Veränderte Rollen: Wann bin ich die Mutter meiner Serienheldinnen geworden?

Es gab so viele Serien, die ich als Teenager gerne gesehen habe und mit deren “Held*innen” man sich zwangsläufig identifiziert oder sich von ihnen abgegrenzt hat. Meine Serienheld*innen waren im Laufe der Jahre beispielsweise Stephanie Tanner, Hermine Granger, Lena Schneider, Seth Cohen oder Rory Gilmore. Sie waren klug, witzig und hatten so wie wir als Teenager eine großartige und noch gänzlich ungeplante Zukunft vor sich. Veränderte Rollen: Ich bin jetzt die Mutter Auch heute gucke ich die dazugehörigen Serien und Filme noch sehr gerne. Als ich mit unseren Kindern schwanger war, habe ich beide Male Türkisch für Anfänger, Gilmore Girls und O.C., California noch einmal komplett gesehen, um mir die Zeit zu vertreiben. Doch insbesondere bei unserem zweiten Kind, als wir schon eine ganze Weile dieses Eltern waren, habe ich mit Erstaunen festgestellt, dass sich die Rollen und die Identifikation sehr verändert haben. Einerseits ist das ja ganz natürlich und gut so, denn es wäre schon etwas merkwürdig, wenn sich Zukunftsvorstellungen in den letzten 15 Jahren nicht geändert hätten. Vor ungefähr zwei Jahren habe ich …

Babykleidung aufbewahren oder nicht? Eine sehr emotionale Frage.

Vor ungefähr einem Jahr, zwei Monate vor dem errechneten Geburtstermin unseres zweiten Kindes, haben wir die Kisten mit Babykleidung aus dem Keller geholt. Viel war nicht mehr übrig, weil wir damals den Großteil der Kleidung, aus der die Tochter herausgewachsen war, gespendet oder weitergegeben haben – aber einige wenige Lieblingsstücke sind geblieben. Vor ungefähr einem Jahr haben wir dann die Erstausstattung für den Babysohn zusammengekauft, mittlerweile lagen die kleinen Größen nun allerdings auch schon wieder seit einem halben Jahr aussortiert im Schrank. Gestern habe ich mich an diese immer voller werdende Box gewagt und etwas getan, was mich emotional doch stärker getroffen hat, als ich vorher gedacht hätte: Ich habe aussortiert. Und zwar so richtig. So “falls wir jemals ein drittes Kind kriegen sollten”-richtig. Alles von Größe 50-68 wurde auf den Prüfstand gestellt: Heben wir es wirklich auf? Geben wir es weiter? Verleihen wir es nur? Babykleidung aufbewahren: Was darf bleiben? Ich hätte alles aufbewahren können, klar. Dann sähe unser Keller allerdings in zwei Jahren aus wie ein kleiner Second-Hand-Shop. Ob wir jemals ein drittes …

Titelcover Erziehen ohne Schimpfen

Rezension: Erziehen ohne Schimpfen (Nicola Schmidt)

Warum schimpfen Erwachsene mit ihren Kindern? Was passiert im Gehirn, bevor geschimpft wird – und warum helfen so viele gutgemeinte Tipps wie das berühmte “Zählen Sie bis zehn!” nicht weiter? Nicola Schmidt, die Gründerin des artgerecht-Projekts und Autorin verschiedener Ratgeber für Eltern, widmet sich in ihrem neuen Buch Erziehen ohne Schimpfen. Alltagsstrategien für eine artgerechte Erziehung den Strategien, die tatsächlich eine Veränderung bringen können. Erziehen ohne Schimpfen – aber warum wird überhaupt geschimpft? Dieser Frage widmet sich Nicola Schmidt direkt zu Beginn des Ratgebers. Als Wissenschaftsjournalistin gelingt es ihr hier sehr gut, wissenschaftliche Erkenntnisse aufzubereiten und den Leser*innen verständlich zu machen: Welche Areale im Gehirn werden beispielsweise aktiviert, wenn ein Glas umkippt oder ein Kind auf die Straße rennt? Welche Hormone werden wann ausgeschüttet und verhindern rationales Denken – und was hat eigentlich die Steinzeit damit zu tun? Stress als Schimpf-Motor Dass unser heutiges Leben schneller ist, als die Evolution erlaubt, hat Nicola Schmidt bereits in ihren anderen Ratgebern dargestellt, doch in Erziehen ohne Schimpfen geht sie sehr speziell darauf ein, wie unser Alltag und …

Das Bild zeigt das Lastenrad Babboe Curve E mit Sonnenverdeck und eingebauter Babyschale zum Transport von Babys

Ein Jahr mit dem Lastenrad – Das Babboe Curve im Test

Weniger Zeit im Auto verbringen – das war unsere Hauptintention, als wir uns vor einem Jahr mit verschiedenen Lastenrädern auseinandergesetzt haben. Kind Nummer 2 war unterwegs und es war klar, dass es in Zukunft irgendwie mitkommen muss – zu zweit im Fahrradsitz ist allerdings eher schlecht. Unsere Wahl fiel letztendlich auf das Babboe Curve E, ein dreirädriges Lastenrad mit Tretunterstützung. Das Lastenrad ist selbstgekauft, es handelt sich hierbei nicht um bezahlte oder beauftragte Werbung. Lastenrad oder Fahrrad-Anhänger? Preislich ist ein Lastenrad wirklich eine Anschaffung, für die man sich nicht leichtfertig entscheidet. Daher war bei uns auch etwas länger noch ein Fahrrad-Anhänger im Gespräch, jedoch hatte ich damit im Stadtverkehr ein mulmiges Gefühl. Wir fahren zur Kita ungefähr 25-30 Minuten mit dem Fahrrad, teilweise an einer großen Straße, an der auch LKW fahren und deren Radweg nicht baulich von der Fahrbahn getrennt ist. Das war mir etwas zu heikel, vor allem da habe ich die Kinder gerne vor mir im Blick. Hinzu kommt bei uns noch die Situation, dass ich seit Jahren ein eingeschränktes Knie habe …

Laptop mit Lektüre und Notizbuch

Studieren mit Kind: Der Alltag ist ein ständiges Verhandeln

Ich glaube, dass zum einen Resilienz ein großes Stichwort im Familienalltag ist. Resilienz ist eine Kompetenz, die Eltern zwangsläufig erwerben müssen, um nicht völlig durchzudrehen, wenn Planungen nicht aufgehen, die Wohnung unter Wasser steht, die Wand mit Filzstift angemalt wurde oder dem teuren Steiff-Kuscheltier die Haare abgeschnitten wurden. Ein anderes Stichwort ist allerdings auch Verhandlungskompetenz. Der Familienalltag ist immer und immer wieder ein Verhandlungstisch. Zum einen mit den Kindern, zumindest wenn man sie von Anfang an als mündige Individuen betrachtet und nicht als ausführende Wesen, die einem großen Leitbild folgen sollten. Kinder haben ihre Ansprüche an die Tagesgestaltung, die gehört werden müssen. Wir verhandeln schon beim Frühstück: Wie viel Brote mit Schokocreme sind erlaubt? Gibt es Grenzen? Was ist der Kompromiss, wenn das Kind bei Regen mit Sandalen statt mit Halbschuhen losgehen will? Zwingen wir es mit emotionaler Gewalt in die Turnschuhe oder akzeptieren wir die Sandalen und packen einfach die Gummistiefel mit ein? Können wir unterwegs anhalten, um dieses besonders schöne Exemplar eines Stocks einzusammeln und mitzunehmen? Wir verhandeln im Grunde den ganzen Tag …