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Camping mit Kleinkind(ern): Diese fünf Dinge dürfen auf der Packliste nicht fehlen!

Wie einige von euch sicher schon gemerkt haben, war auf dem Blog die letzten Wochen Funkstille. Der Grund dafür war, dass wir, bevor uns nun der Kita-Alltag umhaut, noch einmal Familienzeit zu dritt haben wollten. David und ich sind beide in Schleswig-Holstein geboren und aufgewachsen und konnten es daher auch nicht verantworten, dass E. demnächst schon zwei Jahre alt wird und bisher noch nicht im Urlaub in Dänemark war. Also haben wir das studentische Konto gecheckt, uns gegen ein Ferienhaus und für Camping entschieden, das Auto bis unter das Dach vollgeladen und sind letzte Woche zum Zelturlaub an der Ostsee aufgebrochen.

Da Camping mit Kleinkindern durchaus anders ist als Camping auf dem Festival o.ä., habe ich euch hier meine Top Five der Dinge erstellt, die auf eurer Packliste nicht fehlen dürfen, wenn es euch das nächste Mal in die Natur zieht.

1) Passende Kleidung für jede Wettersituation
Das klingt erstmal banal und selbstverständlich, doch Campingurlaub – vor allem im Spätsommer oder Herbst – kann alles bedeuten. Also denkt an Sonnenschutz, egal ob das für euch Sonnencreme oder langärmlige Wolle/Seide-Hemden bedeutet, packt den Sonnenhut ein und direkt daneben die Regenkleidung. Hier kann ich den Zwiebellook sehr empfehlen, dicke Socken, Wollpullover und dann dünnere Regenkleidung darüber. Was sich in unserem Urlaub wirklich bewährt hat? Die Regensachen in doppelter Ausführung mitzunehmen. Erst dachte ich, ich würde mit zwei Paar Gummistiefeln übertreiben, aber wir haben beide gebraucht, genauso wie zwei Regenhosen und zwei Regenjacken. Denn wenn die ersten Gummistiefel voll mit Pfützenwasser sind, will man ja den Rest des Tages nicht gezwungenermaßen im Zelt verbringen. Tipp: Man muss sich nicht alles doppelt anschaffen. Nehmt beispielsweise die Gummistiefel in einer Nummer größer, dann könnt ihr sie lange noch verwenden oder leiht euch welche bei Freund*innen und Familie aus.

2) Ergiebiges Spielzeug für jede Wetterstituation
Es nimmt zwar etwas Platz weg, aber es lohnt sich: Packt animierendes Spielzeug für verschiedenes Wetter ein. Wenn ihr wie wir am Strand zelten wohnt, gehört Buddelspielzeug natürlich mit dazu, aber auch ein paar Bücher zum Lesen am Strand können nie schaden. Hier ein kleiner Tipp: Für eine geringe Gebühr kann man ja in der örtlichen Bücherei Bücher ausleihen, die das Kind noch nicht kennt, ohne, dass man dafür Unsummen ausgeben muss – ein Urlaub frisst sich ja so schon durch das Portemonnaie. Für die schlechten Tage im Zelt haben wir Malsachen und Bausteine eingepackt und das Sortiment vor Ort als vorzeitiges Geburtstagsgeschenk erweitert. So konnten wir uns alle an den langen Regennachmittagen im Zelt beschäftigen, wenn wir vom Draußenspielen durchgepustet waren.

3) Snacks für unterwegs und zwischendurch
Familienurlaub in Dänemark bedeutet schon immer einen Hamsterkauf im Voraus, da Lebensmittel in Dänemark teurer sind als in Deutschland. Wir haben auch möglichst viel vorher eingekauft und mitgenommen, waren dann aber letztendlich vor allem über die Kleinigkeiten froh, die sich ihren Weg in unsere Kiste gebahnt haben: Dazu gehörten zum Beispiel Brotchips, gesunde Kekse und Salzstangen, aber auch ein paar Fruchtriegel. Damit lässt sich nämlich ganz wunderbar Zeit überbrücken, wenn der Hunger kommt, aber das Essen noch nicht in Sicht ist. Diese Situation hat uns tatsächlich häufiger getroffen, sowohl im Stau als auch bei gaskocherfeindlichem strömenden Regen.

4) Toiletten und Hygiene für Kleinkinder
Wir wussten im Vorfeld des Urlaubs natürlich nicht, wie E. im Urlaub auf Toilette gehen würde, das ist gerade bei Kindern, die zunehmend selbst aufs Töpfchen oder auf die Toilette wollen, schwer voraussagbar. Zuhause ist das recht einfach, aber wie das beim Camping oder auf langen Autofahrten aussehen soll, konnte ich mir nicht ganz vorstellen. Wir haben uns daher auf vier Möglichkeiten eingestellt, um sie in ihrer Entwicklung zu begleiten und sie nicht, nur weil wir gerade im Urlaub sind, auf eine Möglichkeit einzuschränken. An Bord waren daher

  • das Töpfchen, vor allem für morgens und abends im Zelt, wenn der Weg zu den Toiletten zu weit war,
  • Desinfektionstücher und Papiersitze für Raststätten entlang der Autobahn
  • Minimus-Notfalltoiletten (die mir ansonsten viel zu viel Müll usw. sind, aber als Reserve für den Stau fand ich sie ganz passend)
  • Wegwerfwindeln, da wir nicht wussten, ob wir Stoffwindeln waschen können und erstrecht nicht, ob das Wetter gut genug zum Trocknen sein würde

Dazu ist es sehr praktisch, wenn man Utensilien aus dem Zahnputzritual mitnehmen kann, da Zahnhygiene bei Keksen, Fruchtriegeln und co. noch wichtiger ist als sonst.

5) Utensilien für einen gemütlichen und warmen Schlaf 
Während sich die ersten vier Tipps auf den Tag beziehen, gilt dieser hier für den wohl spannendsten Teil am Camping: die Nacht. Jetzt im September kann es nachts schon sehr kalt werden, deshalb wollten wir sicher gehen, dass wir nachts nicht frieren würden. Wir haben daher für E.s Schlafstätte in unserer Mitte eingepackt:

  • das alte Kissen aus dem Kinderwagen als erste Schicht über der Isomatte
  • das alte Lammfell aus dem Kinderwagen/Buggy
  • den Schlafsack, den wir auch schon im Mai bei Räubersachen gemietet hatten
  • einen Wolle/Seide-Pyjama
  • einen Wolle/Seide-Body
  • eine Wärmflasche pro Person

Das hat auch gereicht, der Schlafsack war super warm und E. hat die Wärmflasche am Schlafsack im Gegensatz zu mir nicht gebraucht. Gegen die Dunkelheit haben wir eine unserer Solarlichterketten im Zelt aufgehangen und angehabt, bis E. eingeschlafen war.

Das waren unsere fünf Dinge, die auf der Packliste nicht fehlen dürfen. Sicherlich sind auch viele andere Dinge wichtig und sollten nicht vergessen werden, aber ohne diese fünf wäre unser Urlaub wesentlich unentspannter geworden.

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