Alle Artikel in: Schwangerschaft & Baby

Babykleidung aufbewahren oder nicht? Eine sehr emotionale Frage.

Vor ungefähr einem Jahr, zwei Monate vor dem errechneten Geburtstermin unseres zweiten Kindes, haben wir die Kisten mit Babykleidung aus dem Keller geholt. Viel war nicht mehr übrig, weil wir damals den Großteil der Kleidung, aus der die Tochter herausgewachsen war, gespendet oder weitergegeben haben – aber einige wenige Lieblingsstücke sind geblieben. Vor ungefähr einem Jahr haben wir dann die Erstausstattung für den Babysohn zusammengekauft, mittlerweile lagen die kleinen Größen nun allerdings auch schon wieder seit einem halben Jahr aussortiert im Schrank. Gestern habe ich mich an diese immer voller werdende Box gewagt und etwas getan, was mich emotional doch stärker getroffen hat, als ich vorher gedacht hätte: Ich habe aussortiert. Und zwar so richtig. So “falls wir jemals ein drittes Kind kriegen sollten”-richtig. Alles von Größe 50-68 wurde auf den Prüfstand gestellt: Heben wir es wirklich auf? Geben wir es weiter? Verleihen wir es nur? Babykleidung aufbewahren: Was darf bleiben? Ich hätte alles aufbewahren können, klar. Dann sähe unser Keller allerdings in zwei Jahren aus wie ein kleiner Second-Hand-Shop. Ob wir jemals ein drittes …

Das erste Jahr mit Baby - Mutter mit Kind im Tragetuch, das als Hüftschlinge gebunden ist

Das erste Jahr geht so schnell vorbei…

Das erste Jahr mit dem Baby geht schnell vorbei. Wir haben gerade das zweite Baby, die Zeit rast und irgendwie wissen wir das, irgendwie aber auch nicht. Gerade eben war noch Herbst, die Pullover gingen nicht mehr über den dicken Bauch und die Übergangsjacke ging gerade noch so zu. Dann kam das Baby, die Wochen im Wochenbett in der Wohnung, der Winter, in dem das Baby unter der Jacke mit uns spazieren ging. Und nun? Nun ist plötzlich Sommer. Keine Ahnung, wo der Frühling geblieben ist. Der ist uns irgendwo unterwegs verloren gegangen. Der Babysohn sitzt plötzlich auf der Hüfte und isst im Tragetuch Hirsekringel. Wir kochen wieder Kartoffeln ohne Salz und schauen bei den ersten Krabbelversuchen zu. Oft fragen wir uns dabei, ob wir das eigentlich alles genug wahrnehmen, ob wir intensiv genug hinsehen und ob wir uns das wohl je alles merken können. Die ersten Laute, die großen Augen, die sich über das Kuckuck-Spiel freuen. Dabei kennen wir die Antwort eigentlich bereits: Nein. Nein, wir werden uns das nicht alles merken können. Sicherlich …

Die Hände zweier Geschwister übereinander

Geschwisterbeziehung mit dem fünf Monate alten Baby

Der Babysohn ist tatsächlich schon fünf Monate alt. Im Vorfeld seiner Geburt hatten wir uns viele Gedanken gemacht, wie sich wohl die Geschwisterbeziehung im Laufe der Zeit entwickeln würde. Wir lasen viel und versuchten, uns so gut wie möglich vorzubereiten. Unsere Tochter ist mittlerweile 3,5 Jahre alt und geht tagsüber in den Kindergarten, aber nachmittags und am Wochenende gibt es genügend Zeit, sich gegenseitig immer weiter kennenzulernen. Heute gibt es ein Update dazu, wie sich hier alles zurechtruckelt. Geschwisterbeziehung: Wie sie angefangen hat Über unserem Küchentisch hängt ein Foto von dem Moment, in dem unsere Tochter ihren Babybruder das erste Mal auf dem Schoß liegen hatte. Wir kamen nach der Geburt mit ihm nach Hause, wo sie die Nacht mit Oma und Opa verbracht hatte und schon in der Tür kam sie uns aufgeregt und zurückhaltend zugleich entgegen. Voller Bewunderung und Stolz hat sie ihren Bruder das erste Mal berührt und ihn sich auf den Schoß legen lassen. Bis dahin dachte ich immer, das größte Glück für mich als Mutter wäre es, wenn mein Kind …

Es ist anstrengend – im Moment

Wie anstrengend der Alltag mit dem neugeborenen Kind wahrgenommen wird, hängt von vielen Faktoren ab. Sowohl unsere Erwartungen als auch die Unterstützung durch das Umfeld, die individuellen Geburtserlebnisse und die aktuelle körperliche Verfassung sind dafür wichtig. Während wir einige dieser Bereiche gut steuern oder beeinflussen können, ist unser kleines Gegenüber wie eine Wundertüte. Temperament und Vorlieben kennen wir (noch) nicht. Manche Babys schreien sehr viel, alle sind unterschiedlich in Bezug auf ihre Gefühlsstärke. Auch sie wurden von der Geburt geprägt und haben noch keine Möglichkeit, darüber mit uns zu sprechen. Wir können nur raten, was sie gerade brauchen und uns langsam an Lösungen herantasten. Bis wir die richtigen Tipps und Kniffe haben vergeht viel Zeit, manches bleibt für immer ein Rätsel. Die Zeit, die dazwischen liegt, kann anstrengend sein. Sehr anstrengend, ehrlich. Beim zweiten Kind ist es, wie wir gerade feststellen, nicht weniger anstrengend, sondern nur anders. Vieles wissen wir mittlerweile, wir machen uns weniger Stress und ignorieren beispielsweise Kommentare auf dem Spielplatz und an der Supermarktkasse leichter. Das ist unser Stresslevel, das wir senken …

Wir sind jetzt vier!

Seit zwei Wochen sind wir hier zu viert – Ende Oktober ist unser Sohn O. in Berlin zur Welt gekommen. Im Vorfeld haben wir uns viele Gedanken gemacht, wie das Leben mit zwei Kindern wohl werden würde und konnten es uns nicht so richtig vorstellen. Das war wahrscheinlich auch gut so, denn mit Kindern kommt ja doch immer alles anders, als man denkt. Es ist verrückt, statt ein Kind nun Kinder zu haben. Viel ernster und erwachsener, momentan viel mehr zu Hause und viel weniger flexibel. Während unsere Tochter vorher eine 2:1-Betreuung hatte und wir uns Aufgaben immer aufteilen konnten, ist jetzt jede*r immer mit einem Kind beschäftigt und die Stunden des Tages rasen nur so davon. Gemeinsame Mahlzeiten sind aktuell eher Mangelware, meistens wacht der Babysohn genau dann auf und möchte ebenfalls versorgt werden, auch zum Haushalt kommen wir kaum. Ich bin mir sicher, dass sich ein gewisser Rhythmus und eine Routine mit den Wochen einstellen werden und wir versuchen daher, so gelassen wie möglich an die neuen Herausforderungen zu gehen und uns alle …

Erstausstattung: Was du für dein Baby wirklich brauchst

Bei all den Listen, die im Internet zum Thema Erstausstattung für das Baby kursieren, kann man leicht den Überblick verlieren. Es ist, als bräuchte man plötzlich mindestens zwei Zimmer mehr, um alles parat zu haben. Dabei ist es oft viel weniger, was man wirklich benötigt. Jetzt, wo wir die zweite Runde der Erstausstattung drehen, habe ich eine Liste mit den Dingen zusammengestellt, die du wirklich gut gebrauchen kannst.

Achtsamkeit in der Schwangerschaft

Schwangerschaften sind nie gleich – dass man die eigene Schwangerschaft nicht mit denen anderer Menschen vergleichen kann, wusste ich schon spätestens seit der Schwangerschaft mit E., aber wie sehr auch Schwangerschaften bei einem selber anders verlaufen, hat mich in den letzten Monaten schon überrascht. Ich bin momentan in der Schwangerschaftswoche 36+irgendwas, kurz vor dem Ziel also. Mein Arzt kommentierte das letzte Woche mit “Wenn es jetzt losgeht, halten wir die Geburt nicht mehr auf”. Freude und Panik mischten sich sofort, denn ich kann es kaum erwarten, dieses kleine Menschlein in meinen Armen zu halten, auch wenn ich großen Respekt vor der Geburt habe. Gleichzeitig dachte ich aber auch: Schon fast vorbei? Wo ist die Zeit denn hin? Und habe ich das eigentlich alles genug wahrgenommen? Wahrscheinlich nicht, deshalb versuche ich jetzt noch einmal bewusst, mehr achtsame Phasen in den Alltag zu integrieren. In der ersten Schwangerschaft war dafür natürlich viel mehr Zeit. Damals wuselte noch kein weiterer Mensch um uns herum und benötigte die volle Aufmerksamkeit, wollte rausgehen oder spielen oder ins Bett gebracht werden. …