Alle Artikel in: Baby

Wir sind jetzt vier!

Seit zwei Wochen sind wir hier zu viert – Ende Oktober ist unser Sohn O. in Berlin zur Welt gekommen. Im Vorfeld haben wir uns viele Gedanken gemacht, wie das Leben mit zwei Kindern wohl werden würde und konnten es uns nicht so richtig vorstellen. Das war wahrscheinlich auch gut so, denn mit Kindern kommt ja doch immer alles anders, als man denkt. Es ist verrückt, statt ein Kind nun Kinder zu haben. Viel ernster und erwachsener, momentan viel mehr zu Hause und viel weniger flexibel. Während unsere Tochter vorher eine 2:1-Betreuung hatte und wir uns Aufgaben immer aufteilen konnten, ist jetzt jede*r immer mit einem Kind beschäftigt und die Stunden des Tages rasen nur so davon. Gemeinsame Mahlzeiten sind aktuell eher Mangelware, meistens wacht der Babysohn genau dann auf und möchte ebenfalls versorgt werden, auch zum Haushalt kommen wir kaum. Ich bin mir sicher, dass sich ein gewisser Rhythmus und eine Routine mit den Wochen einstellen werden und wir versuchen daher, so gelassen wie möglich an die neuen Herausforderungen zu gehen und uns alle …

Erstausstattung: Was du für dein Baby wirklich brauchst

Bei all den Listen, die im Internet zum Thema Erstausstattung für das Baby kursieren, kann man leicht den Überblick verlieren. Es ist, als bräuchte man plötzlich mindestens zwei Zimmer mehr, um alles parat zu haben. Dabei ist es oft viel weniger, was man wirklich benötigt. Jetzt, wo wir die zweite Runde der Erstausstattung drehen, habe ich eine Liste mit den Dingen zusammengestellt, die du wirklich gut gebrauchen kannst.

Tragen im Winter – was ziehe ich meinem Baby an?

Draußen schneit es in dicken Flocken und das Thermometer ist vorhin auf dem Rückweg von der Kita auf unter 0° gesunken. Weil es wichtig ist, dass auch Babys bei dem Wetter nicht frieren, habe ich für euch mithilfe der Tragepuppe einmal zusammengetragen, wie ich E. früher an solch kalten Tagen für die Trage angezogen habe und wie ich es auch den Eltern in meinen Trageberatungen erkläre. Dabei gilt: Das hier kann eine Ausgangslage sein, die für euch auch passt. Es ist aber jedes Kind anders, manche sind von sich aus wärmer und andere frieren schneller. Schaut daher bei eurem Kind, ob es noch mehr oder vielleicht sogar weniger Kleidung benötigt.

Mit dem Kind aufs Festival – ja oder nein?

Heute entbrannte in einer Facebook-Gruppe zum Studieren mit Kind eine spannende Diskussion darüber, ob man sein Kind mit auf ein Festival nehmen sollte oder nicht. Pro- und Contralager hatten sich schnell gefunden und leider hat es auch bis zu den ersten virtuellen Angriffen nicht lange gedauert, mittlerweile wurde der Beitrag samt aller Kommentare sogar gelöscht. Die Ausgangsfrage war jedoch gar nicht darauf ausgelegt, dass es so eskaliert, eine Mutter wollte einfach mal andere Erfahrungen hören, sie war sich unsicher. Beide Meinungsextreme sind irgendwo nachvollziehbar, denn jedes Festival und jede Festivalerfahrung ist unterschiedlich. Wir waren auch schon in Camps, in denen alle gegenseitig aufgepasst haben und in denen es einfach nett war und fünf Meter weiter im nächsten Camp würden wir nicht sein wollen. Wenn man selber nur auf “Druffi-Festivals” war, ist es vielleicht schwieriger, sich ein Festival mit Kind vorzustellen als bei den Erfahrungen, die wir gemacht haben. Denn wir haben bisher gute Erfahrungen mit Festivals gemacht und werden daher in diesem Jahr auch mit E. auf ein Festival fahren. Zum Ausprobieren nur für einen …

Ausflugsziele gesucht! Sommer mit Kindern in und um Potsdam

Endlich ist der Sommer (wieder) da. Dieses Jahr ist es ja wirklich sehr wechselhaft, das erste Mal in kurzer Hose und FlipFlops waren wir schon im März draußen, danach wurde es wieder sehr kalt. Mittlerweile kann man endlich wieder ganze Tage draußen verbringen und muss sich nicht mehr mit Regenschirm, Regenverdeck und dicken Jacken ausstatten – man kann tatsächlich einfach rausgehen und dort bleiben. Sogar barfuß. Abgefahren. Heute haben E. und ich den halben Tag mit einer befreundeten Mutter und ihren zwei Kindern auf dem Spielplatz verbracht, wir haben dort einfach gesessen und geschnackt, waren mit den Kindern im Wasserbecken und haben eine völlig überteuerte Pizza im Café gegessen. Solche Tage sind es, die den Sommer mit Kind im Vergleich zu allen anderen davor so besonders erscheinen lassen – die Zeit haben wir uns früher einfach nicht genommen. Es gab natürlich immer Tage, an denen man nach der Uni nochmal an die Kieler Förde oder ans Meer gefahren ist. Ehrlich gesagt waren die im Verhältnis zum ganzen Jahr gesehen doch eher gering, weil immer noch …

“Flitterwochen” auf dem Archehof – Teil 2: Ohne Strom kochen und warm schlafen

In meinem letzten Blogeintrag konntet ihr lesen, dass wir unsere Tage auf dem Archehof ohne Strom verbracht haben. Was man als gelegentliche*r Festivalgänger*in durchaus mal gewohnt ist und was im Grunde keine große Herausforderung darstellt, ist mit Kind dann irgendwie doch schon anders. Vegetarische Ravioli aus der Dose würden zwar jeden Tag gehen, aber der wirklich große Hit ist es dann vielleicht doch nicht. Wir hatten auch etwas Respekt vor den Temperaturen beim Schlafen im Freien im Mai, vor allem mit Kleinkind. Wir wussten vorher, dass es in unserem Zelt einen Holzofen inklusive Feuerholz geben würde. Ich hab dann also aus dem Internet Rezepte für One-Pot-Gerichte herausgesucht, sie etwas abgeändert und in unplugged-Version auf dem Collegeblock mitgenommen. Das Einkaufen dafür war tatsächlich recht einfach, weil man wenig Dinge benötigt, die kühl gelagert werden müssen, das meiste geht mit Reis oder Nudeln, Gemüse und Zutaten, die es in Dosen oder Gläsern gibt.   Bunter Nudeltopf mit Paprika, Möhren und Brokkoli auf dem Holzofen Für den Nudeltopf genügt es, wenn man Möhren und Paprika mit Zwiebeln anschwitzt, …

“Flitterwochen” auf dem Archehof: Glamping als Familienkur

Vor ein paar Monaten saß ich abends auf dem Sofa und habe das TV-Programm durchgeschaltet, dabei bin ich wirklich rein zufällig auf vox hängengeblieben. Scheinbar wollte das Schicksal, dass ich in der stressigen Phase der Bachelorarbeiten ausgerechnet bei Angelo Kelly und seiner Familie hängenbleibe. Ich bin für Kelly-Verhältnisse spät geboren, wir hatten zwar eine CD, aber als ich in der Grundschule war, war es cool, die Musik doof zu finden. Meine frühere Ablehnung war bei diesem Bericht jedoch sehr schnell verschwunden, denn zu sehen, wie Angelo Kelly mit seiner Familie durch Europa fährt, wie die Kinder einfach wahnsinnig viele Erfahrungen machen können und sich alle auf das Wesentliche konzentrieren, hat in mir ganz viel ausgelöst. Ich wollte zu dem Zeitpunkt einfach nur noch auf Pause drücken, Achtsamkeit fördern und vor allem nicht beim Gute-Nacht-Lied hoffen, dass E. schnell einschläft, weil ich ja noch an den Schreibtisch musste. Ich wollte einfach mal Zeit haben und eine Weile unplugged leben. Unsere Tage sind oft so durchgetaktet, dass man gar nicht dazu kommt, den Biorhythmus zu registrieren oder …