Alle Artikel in: Baby

Stoffwindel-Test hu-da, Disana und totsbots: Wie wir versuchen, Müll zu reduzieren und Körpergefühl zu stärken

Letzte Woche habe ich hier auf dem Blog schon über unsere Beweggründe geschrieben, neben den gängigen Wegwerfwindeln auch Stoffwindeln zu benutzen. Vor mittlerweile einigen Wochen kam unsere Bestellung von Fratzhosen hier an und wir tasten uns seitdem langsam in dieses neue Universum hinein. Welche Windelform haben wir bestellt? Wir haben uns für Höschenwindeln von hu-da und ganz klassische Strickwindeln von Disana und Hessnatur entschieden. Fratzhosen hat uns dann zum Vergleich noch eine Höschenwindel von totsbots mit ins Paket getan, die wenig Polyesteranteil hat, weil uns das ja sehr wichtig war. Ich wusste bis vor einigen Monaten nicht einmal, dass es so viele verschiedene Systeme zum Wickeln mit Stoffwindeln gibt – ich dachte eigentlich immer, dass es recht überschaubar wäre. Schließlich ist das ja die “alte” Variante des Wickelns. Viele Onlineshops oder Youtube-Erklärvideos wirken dazu auch mehr verwirrend als helfend, “totsbots easyfit V4” klingt für mich zum Beispiel eher nach einer günstigeren Variante des Nimbus 2000. Die Höschenwindeln, die wir jetzt haben, bestehen im Grunde aus drei Schichten – der Höschenwindel in der Mitte, einer saugfähigen Einlage …

Wir haben erst spät mit Stoffwindeln angefangen – warum?

Die erste Stoffwindel in diesem Haushalt Auf gar keinen Fall wollten wir E. mit Stoffwindeln wickeln. Also wirklich auf gar keinen Fall. Schon vor der Geburt waren wir uns einig, dass wir die praktischen Wegwerfwindeln benutzen würden, auch wenn wir das mit unserem ökologischen Bewusstsein erst ausdiskutieren mussten. Jetzt wickeln wir mehrfach am Tag mit Stoffwindeln – wie uns das passieren konnte, lest ihr hier: Warum wir so lange nicht mit Stoffwindeln gewickelt haben Die Waschsituation und der Respekt vor dem Stuhlgang Nach der Geburt zeigte sich schnell, dass es für den Moment die absolut richtige Entscheidung war, nicht mit Stoffwindeln zu wickeln – wer sich schon einmal mit dem Stuhlgang von Neugeborenen auseinandergesetzt hat, wird sicher wissen, warum. Wer schon einmal mit Kind ohne Waschmaschine in der eigenen Wohnung gelebt hat, sowieso. Unsere Wohnung war nicht groß genug für eine Waschmaschine und wo sie gepasst hätte, gab es keinen Anschluss. Wir haben unsere Wäsche also an verschiedenen Orten gewaschen – in den Gemeinschaftswaschmaschinen auf dem Dachboden, die teuer und dafür oft kaputt waren, im …

Wochenende in Bildern – 15./16. Oktober 2016

Der Herbst hat offiziell Einzug erhalten! Nach einer sehr regnerischen Woche, in der sich das Wetter schlagartig veränderte, gab es dieses Wochenende endlich wieder (verdeckte) Sonnenstrahlen und die Möglichkeit, trockenen Fußes zu spazieren. Schon zum zweiten Mal gibt es daher ein “Wochenende in Bildern”, die Farben musste man einfach festhalten. Am Samstag habe ich mich nicht so gut gefühlt – ein bisschen fiebrig und auf jeden Fall sehr müde. Letzte Woche habe ich meine Hausarbeiten für das Sommersemester abgeschickt und jetzt wahrscheinlich einfach den Stressabfall gemerkt.Die zwei Tage vorher hat David gearbeitet und ein ruhiges Frühstück war nicht möglich. Deshalb habe ich es sehr genossen, diesmal einen Kaffee ans Bett zu bekommen und mich noch einmal umdrehen zu können, während er mit E. schon das Spielzimmer plünderte. Später am Tag habe ich für E. neue warme Sachen genäht. Es wird ja schlagartig kälter und der Wollwalkanzug aus dem letzten Jahr passt nicht mehr. Die neue Wollwalkhose habe ich nach dem gleichen Schnittmuster wie ihre Pumphosen sonst genäht, das ist die Pumphose von Lybstes. Klappt auch …

Familienbesuch in Schleswig-Holstein, lange Autofahrten und ein toller Start in den Herbst!

Schon wieder ist eine Woche um, momentan vergeht die Zeit wirklich wie im Flug!Vor Kurzem waren es noch über vier Wochen, bis E. 1 Jahr alt wird, auf einmal ist es schon diese Woche soweit – und ich kann mich voll und ganz in die Geburtstagsvorbereitung stürzen. Die letzten Tage waren wir in Schleswig-Holstein. Meine große Schwester hatte Geburtstag und es gab Familienbesuch aus Amerika, weshalb wir die paar Tage über viel Programm hatten. Es war schön, so viel Zeit mit der Familie zu verbringen, aber auch schön, mal zu zweit in die Stadt zu können, während Oma und Opa auf E. aufpassen.Wir haben in der Stadt nach einem Geburtstagsgeschenk für sie gesucht – sie liebt Puppen und wir wollen ihr eine zum Geburtstag schenken, bevor sie meine Tragepuppe zerstört.Leider ist es gar nicht so leicht, sich in diesem ganzen Dschungel für eine zu entscheiden. Wir finden natürlich die Waldorfpuppen schön, kein Plastik und kein großer Wimpernaufschlag mit Kulleraugen. E. findet natürlich die Plastikpuppen toll und die Stoffpuppen eher langweilig.Eine Puppe, die uns tatsächlich überzeugt, …

Unser Wochenende mit Bildern – Uni, Baby, Sommer

Dieses Wochenende taste ich mich mal schrittweise an eine neue Blogkategorie heran: Das Wochenende mit Bildern. Eigentlich heißt es “in” statt “mit”, aber das trifft es hier nicht ganz Allerdings gibt es bei mir realistische und keine gestellten Fotos – bei manch anderen Blogs traut man seinen Augen ja kaum.  Am Freitag haben E. und ich das Wochenende mit einer Freundin und ihrem Sohn eingeläutet, die wir vor ein paar Wochen zum Glück hier vor Ort kennengelernt haben.  An einer Badestelle hier in Potsdam konnte man der Mittagshitze sehr gut entkommen und mal die Füße ins kalte Wasser halten – ansonsten ist es bei den 30° wirklich schwierig, ein entspanntes Plätzchen ohne Sonnenbrandgefahr zu finden.  So viel frische Luft und Wasser machen hungrig! Für die Zwerge gab es Obst und Brot, für die großen leckere Pommes vom Café im Cecilienhof.  So ein Becherhalter im Kinderwagen eignet sich perfekt, um ungesunde Dinge zu transportieren.  Da David am Freitag gearbeitet hat, war der Samstag mein Uni-Tag. Aktuell stehen zwei Hausarbeiten an: Eine in Deutsch zu Paarkonstellation im …

Wie die Gesellschaft das Stillen beeinflusst

Cartoon von David Horsey. Mehr unter http://www.latimes.com/opinion/topoftheticket/ Bevor ich schwanger war, war ich mir sicher, dass ich nie stillen möchte. Die Vorstellung, dass ein Kind durch meine Brüste (oh ja, ich habe Brüste gesagt) ernährt wird, erschien mir irgendwie komisch. Ich fand es ehrlich gesagt sogar etwas eklig – nicht für mich, sondern für das Kind. Ich konnte mir nicht vorstellen, dass irgendetwas, das aus meinem Körper kommt, gut für ein Baby sein könnte. Ich hatte Angst, dass dann nur ich das Kind versorgen würde und David nur daneben stehen könnte. Ich Blödi.(Spoiler alert: in diesem Artikel geht es um Brüste. Wer dafür noch nicht groß genug ist, sollte an dieser Stelle aufhören zu lesen)Ich hatte mir dann vorgenommen, während der Schwangerschaft darüber nachzudenken und irgendwann stellte ich erstaunt fest, dass ich auch ohne Nachdenken überzeugt davon war, das Stillen auszuprobieren. Irgendein Knoten wurde in meinem Gehirn vermutlich von einem Hormonrausch gelöst und ich war mir sehr sicher, dass ich es zumindest ausprobieren möchte. Dabei war ich ganz entspannt, man weiß vorher schließlich nie, ob das Stillen …

Umzug mit Baby – einmal Chaos, bitte!

Mit dem Baby umzuziehen war letzte Woche eine ganz neue Erfahrung für uns. Eigentlich könnte man meinen, wir wären im Umziehen sehr geübt – David und ich haben bisher in vier Jahren Bachelorstudium jeweils in 5-6 Wohnungen gewohnt, die neue jetzt ist die zweite gemeinsame. Früher war die Routine stets gleich: Ein paar Kartons, ein paar Sporttaschen, ein ausgeräumter VW-Bus und schon konnte es losgehen. Aber ist Umziehen mit Baby wirklich so anders als ohne?Die Antwort ist einfach: Ja.Warum?Weil man sehr viel mehr bedenken muss.  Die WohnungssucheNatürlich kann man mit einem Baby rein theoretisch in nahezu jeder einigermaßen vernünftigen Wohnung wohnen – sofern nicht auch Schimmel und seine Freund*innen in der Wohnung wohnen. Wir waren uns vor der Wohnungssuche einig, dass wir in der neuen Wohnung wahrscheinlich drei Jahre wohnen werden, wir wollten uns also wirklich wohl fühlen und endlich Platz zum Spielen, Toben und zum vernünftigen Lernen haben.Das war auf zwei Zimmern und 50 Quadratmetern vorher einfach nicht möglich – es mussten diesmal also drei Zimmer her. Vorher hatte E. eine Kommode, jetzt ein …