Alle Artikel in: Kinder & Familienleben

Baby auf dem Arm von mir, der Mutter

Auch das zweite Kind stellt das Familienleben auf den Kopf

Wenn ein Kind geboren wird, stellt sich das Leben der Eltern auf den Kopf. Vor dem ersten Kind denkt man, man wisse genau wie es läuft. Man wundert sich, warum Eltern so viel von Problemen sprechen, warum es für sie so anstrengend ist und glaubt, die Weisheit der Kindererziehung mit Löffeln gegessen zu haben. Dann kommt das erste Kind und wirbelt alles durcheinander und zeigt den Eltern, wie wenig sie beeinflussen können. Es zeigt, dass es schon ein eigener Mensch mit eigenem Charakter ist und überhaupt keine Lust hat, nach der dritten Runde “Lalelu” einzuschlafen, OBWOHL man das Nachtlicht mit den ansprechenden Motiven gekauft hat. Wenn dann das zweite Kind unterwegs ist, dann ist man vorbereitet, dann hat man es aber nun wirklich raus – man kennt die Tricks, kennt das Bauchmassageöl und den Fliegergriff und weiß, dass Babys nachts gelegentlich aufwachen. Weil das Baby sich über Monate nicht ablegen lässt, hat man sogar die Federwiege gekauft, von der man früher gehört hatte. Eigentlich alles ganz easy, wenn man nicht bis hierhin vergessen hätte, dass …

Schokoladenkuchen mit Venussymbol

Was ich meinen Kindern zum Internationalen Frauentag wünsche

Am 08. März ist internationaler Frauentag. Ein Tag, der für Gleichberechtigung und Emanzipation steht. Für meine Tochter und meinen Sohn habe ich daher heute viele Wünsche, die ich gerne teilen möchte. Internationaler Frauentag: Was bedeutet das? Den internationalen Frauentag gibt es im Grunde schon seit über 100 Jahren, mittlerweile hat sich der 8. März als Datum festgesetzt. Dass es ihn bereits seit über 100 Jahren gibt, ist einerseits toll und andererseits frustrierend. Denn wie oben schon erwähnt, geht es um Gleichberechtigung und Emanzipation – und davon sind wir leider immer noch weit entfernt, solange Themen wie Gender Pay Gap oder das Verneinen der körperlichen Selbstbestimmung der Frau nicht Geschichte sind. Noch immer gibt es starke Unterschiede in den Karrieremöglichkeiten oder in der Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Wie oft mein Mann nach der Geburt unserer Kinder gefragt wurde, “wo denn das Kind nun sei”, während er auf der Arbeit oder in der Uni ist, könnt ihr euch sicherlich denken. Wie oft ihm ein “Krass, dass du jetzt wieder/noch arbeitest oder weiter studierst” entgegengebracht wurde? Könnt …

„… ich zähle jetzt bis drei!“

Es gibt ja so Sätze, von denen man sich vornimmt, sie nie zu sagen. Also so auf gar keinen Fall. Sätze, die uns entweder aus unserer eigenen Kindheit, aus dem Fernsehen, aus Büchern oder aus den Erzählungen anderer begegnen. Diese Sätze sind dennoch in unserem Gehirn gespeichert und können abgerufen werden. Manchmal purzeln sie auch einfach raus, aus Reflex, bevor wir richtig darüber nachdenken können. Am Wochenende haben wir gemerkt, dass wir bei dem aktuellen Uni-Stress, dem akuten Schlafmangel, der innerlichen Zerrissenheit zwischen all den anstehenden Aufgaben und der auch vor uns nicht Halt machenden Grippewelle manchmal nicht unser ruhigstes Selbst sind. Mein Mann verglich unsere Situation letztens mit einem Reisebus, der mit überhöhtem Tempo durch eine verwinkelte historische Innenstadt fährt in dem schweißtreibenden Versuch, nirgendwo gegenzufahren und dessen Bremsen leider kaputt sind, weshalb er nicht anhalten und den Ausweg suchen kann. Das traf es sehr gut. Meine Visualisierung meiner selbst trifft aktuell eher einen Oktopus mit etwas zu kleinen Armen, der nirgendwo richtig rankommt. Ein Arm für die Dreijährige, einer für das Baby, einer …

Tipps und Tricks für die Organisation des Familienalltags

Ein Vollzeit-Studium, ein Nebenjob, eine Ehe, ein Kind, noch eins im Bauch und ein bisschen Engagement – oft werde ich gefragt, wie ich das alles eigentlich unter einen Hut bekomme. Die Antwort ist eigentlich recht simpel (nicht alleine, nicht immer und nur mit viel Organisation), doch auch hier läuft natürlich nicht immer alles rund und leicht ist es sowieso nicht. Nicht alle Ansprüche werden immer erfüllt, nicht jeder Wunsch nach Aktivität kann umgesetzt werden. Aber das ist gut so, um Energie zu behalten und einfach die Momente für sich genießen und dabei den Kopf ausschalten zu können. Ich möchte euch heute die Tools und Planungstricks verraten, mit denen wir unseren Alltag so stressfrei und achtsam wie möglich über die Bühne bekommen.

Starke Emotionen als Stürme verstehen

  Manchmal ist im Leben mit anderen Menschen – und besonders auch mit Kind(ern) – alles so laut. Manchmal landet im Supermarkt vor Wut alles auf dem Boden und wir schaffen es kaum, die Wogen zu glätten und wieder Ruhe zu organisieren. Manchmal genügt es schon, dass in einem Buch ein falsches Tier statt des Lieblingstieres abgebildet ist und wir erleben einen vulkanartigen Tränenausbruch. Wenn so vieles so laut ist, dann sind wir irgendwann an den Grenzen dessen, was wir tragen und bearbeiten können, sowohl die Kinder als auch wir Eltern. Für die Kinder ist es schwierig, aus ihrer Emotionsspirale auszusteigen und wir können uns auch nicht sicher sein, ob wir es mit unseren Reaktionen gerade eigentlich besser oder schlechter machen – wir können nur versuchen und aus den Erlebnissen lernen. Die dabei teilweise erlebte Hilflosigkeit kann ordentlich an die Substanz gehen und Selbstzweifel schüren.

Bjerregård, Dänemark mit Kleinkind – Urlaub mitten im Semester

Die Tasten quietschen noch etwas, während ich anfange, diesen Artikel zu schreiben. Unter ihnen hat sich Sand von Dänemarks Nordseeküste versteckt, genauso wie in allen Taschen, Schuhen und Brotdosen. Gestern sind wir aus unserem Dänemark-Urlaub zurückgekommen, die Tochter ist heute schon wieder fröhlich in die Kita gehüpft und ich brauche einen Kaffee, bevor ich mich an die Wäscheberge mache.