Alle Artikel in: Rezensionen

Cover von Montessori für Eltern

Rezension: Montessori für Eltern (Simone Davies)

Im BELTZ-Verlag ist 2020 Montessori für Eltern von Simone Davies erscheinen, ein Ratgeber für Eltern, die ihren Alltag mit Kindern nach Maria Montessori gestalten möchten. Es wurde aus dem Amerikanischen übersetzt von Karin Wirth und mit Illustrationen von Hiyoko Imai versehen. Die englische Variante The Montessori Toddler war schon sehr beliebt, jetzt ist der Ratgeber für Eltern von Kleinkindern auch auf Deutsch erhältlich. Verbindung von Theorie und Praxis In zehn Kapiteln gibt Simone Davies einen umfassenden Einblick in Themen, die Familien begegnen, wenn sie sich mit Montessori-Pädagogik befassen: Angefangen mit einem grundlegenden Blick auf Kinder, werden zunächst die Grundlagen Montessoris so erklärt, dass sie verständlich sind und auch die Unterschiede zu herkömmlicher Pädagogik deutlich werden. Simone Davies erklärt, was genau Montessori-Aktivitäten sind und wie sie den Kindern eine ganzheitliche Entwicklung ermöglichen. Um die Umgebung der Kinder für sie vorzubereiten, widmet sich ein ganzes Kapitel der Frage, wie man auch das Zuhause dementsprechend einrichten kann. Dass es aber auch auf das Verständnis der Grundsätze und das Finden und Festigen der eigenen Rolle ankommt, zeigt sie etwa …

Rezension: Hochsensibel Mama sein. Das Ressourcen-Buch. (Kathrin Borghoff)

Hochsensibel Mama sein – was ist das? Neben Worten wie Gefühlsstärke liest sich auch das Wort Hochsensibilität immer häufiger, im Zusammenhang mit Kindern, aber auch mit Erwachsenen. Hochsensible Menschen (zu denen je nach Bericht jeder vierte bis fünfte Mensch in Deutschland zählt), lassen sich nicht pauschal definieren, haben aber häufig eine ausgeprägte Feinfühligkeit, verarbeiten tief und sind auch in ihren Sinnen sehr empfindsam. Hochsensibilität in Kombination mit Mutterschaft kann aus verschiedensten Gründen sehr intensiv sein. Kathrin Borghoff, die sich selbst auch als hochsensibel beschreibt, ist Mutter und arbeitet als Familiencoach mit dem Schwerpunkt Hochsensibilität. In Hochsensibel Mama sein. Das Ressourcen-Buch verbindet sie eigene Erfahrungen, Erkenntnisse aus der Forschung und Erfahrungen aus ihrer praktischen Arbeit. Diese verschiedenen Ebenen holen unterschiedlichste Leser*innen dort ab, wo sie es benötigen. In zehn Kapiteln schlägt sie den Bogen von einer Einführung über Hochsensibilität, hochsensible Mutterschaft und Möglichkeiten der Selbst-Testung über das Erkennen der eigenen Grenzen und der möglichen Ressourcen hin zu konkreten Übungen für einen alltäglichen Umgang mit der eigenen Hochsensibilität und der der Kinder, die sie eventuell vererbt bekamen. …

Cover Mutter.Sein.

Rezension: Mutter. Sein. (Susanne Mierau)

Susanne Mierau hat in den vergangenen Jahren viele Bücher und noch mehr Artikel darüber geschrieben, wie wir Eltern heutzutage unseren Kindern begegnen und sie auf ihre Zukunft vorbereiten, wie wir alte Denkmuster durchbrechen und als Familie neue Wege finden können. Das alles schreibt sie aus verschiedenen Perspektiven, sie ist selbst Mutter dreier Kinder und Kleinkindpädagogin. Nachdem im vergangenen Jahr mit Rundum Geborgen und Einfach Familie leben das Umfeld der Kinder stärker in den Fokus rückte, hat sie sich mit dem gerade erschienenen Buch Mutter. Sein. nun einer weiteren großen Baustelle gewidmet, die in unser aller Familienleben präsent ist: dem Mutterbild, das uns alltäglich in Werbung oder Gesellschaft begegnet, mit dem wir groß geworden sind und welches uns bis heute in unserem Tun und Denken beeinflusst. Susanne Mierau hinterfragt, wie dieses Mutterbild entstanden ist und was es mit uns macht. Sie schlägt den Bogen von Funden aus der Steinzeit, von Jäger*innen und Sammler*innen über das Mittelalter hin ins 20. Jahrhundert. Sie legt dar, wie sich die Situation für Mütter zwischen den beiden Weltkriegen veränderte und welche …

Rezension: Rotkäppchen (Gebrüder Grimm, Nadia Fabris, Ester Tomè)

Im Verlag arsEdition ist in diesem Sommer eine der wohl schönsten Verisonen vom Grimmschen Märchen Rotkäppchen erschienen, die ich euch heute hier ans Herz legen möchte. Grimms Märchen als Kinderbuch Märchen erfreuen sich schon lange großer Beliebtheit beim Vorlesen für Kinder. Was viele dabei aber gar nicht wissen: Der Großteil der Märchen war ursprünglich gar nicht für Kinder gedacht. Oft sind sie gruselig oder für Kinderohren gar grausam, zum Beispiel wenn Hänsel und Gretel im Wald ausgesetzt werden.Auch stammt Rotkäppchen nicht original von den Gebrüdern Grimm, sie haben es aus einer früheren Vorlage adaptiert und ihre Märchenbücher mit aufgenommen. Auf Kinder üben Märchen eine große Faszination aus und spätestens im Kindergarten kommen sie mit ihnen in Kontakt. Sehr häufig ist auch Rotkäppchen hier beliebt, weil sich damit eine Beziehung zum Thema “nicht mit Fremden reden” herstellen lässt. Werden die Märchen schon in einem so frühen Alter vorgestellt, ist es schön, wenn sie etwas kinderfreundlicher und weniger gruselig aufgemacht sind. Rotkäppchen nacherzählt und in neuem Design Aus dem Englischen übersetzt von Susan Niessen und nacherzählt von …

Rezension: Die Welt, die dir gefällt (Gretas Schwester)

Welche Welt wäre eigentlich eine, die unserem Kind gefallen würde? Dieser Frage widmet sich das neu erschienene Buch Die Welt, die dir gefällt. Ein Mitmachbuch von Gretas Schwester, erschienen im Verlag arsEdition. Mit nur wenigen Fragen, dafür aber vielen niedlichen und realistischen Illustrationen von Sarah Neuendorf lädt dieses Buch Kinder und ihre Vorlesenden ein, sich ein Wunschszenario auszumalen. Die Fragen bauen aufeinander auf und gehen Seite für Seite weiter ins Detail. So startet man beispielsweise mit der Frage “Wo wärst du gerade am liebsten?” und erforscht den Wunschort dann weiter: Wen man dort wohl treffen würde, in was für einem Bett man dort gerne schlafen würde und was man dort wohl gerne essen würde. Die Fragen können einerseits sehr breit sein, andererseits aber auch schon bestehende spezielle Interessen der Kinder ansprechen – zum Beispiel bei der Frage danach, was sie in ihrem Koffer auf jeden Fall bei sich tragen würden. Kindgerechte Illustrationen von Sarah Neuendorf Durch die Illustrationen erhalten die Kinder bereits Vorstellungen davon, was alles möglich wäre – und auch davon, dass den eigenen …

Titelcover Erziehen ohne Schimpfen

Rezension: Erziehen ohne Schimpfen (Nicola Schmidt)

Warum schimpfen Erwachsene mit ihren Kindern? Was passiert im Gehirn, bevor geschimpft wird – und warum helfen so viele gutgemeinte Tipps wie das berühmte “Zählen Sie bis zehn!” nicht weiter? Nicola Schmidt, die Gründerin des artgerecht-Projekts und Autorin verschiedener Ratgeber für Eltern, widmet sich in ihrem neuen Buch Erziehen ohne Schimpfen. Alltagsstrategien für eine artgerechte Erziehung den Strategien, die tatsächlich eine Veränderung bringen können. Erziehen ohne Schimpfen – aber warum wird überhaupt geschimpft? Dieser Frage widmet sich Nicola Schmidt direkt zu Beginn des Ratgebers. Als Wissenschaftsjournalistin gelingt es ihr hier sehr gut, wissenschaftliche Erkenntnisse aufzubereiten und den Leser*innen verständlich zu machen: Welche Areale im Gehirn werden beispielsweise aktiviert, wenn ein Glas umkippt oder ein Kind auf die Straße rennt? Welche Hormone werden wann ausgeschüttet und verhindern rationales Denken – und was hat eigentlich die Steinzeit damit zu tun? Stress als Schimpf-Motor Dass unser heutiges Leben schneller ist, als die Evolution erlaubt, hat Nicola Schmidt bereits in ihren anderen Ratgebern dargestellt, doch in Erziehen ohne Schimpfen geht sie sehr speziell darauf ein, wie unser Alltag und …

Buch Einfach Familie Leben von Susanne Mierau und Milena Glimbovski

Rezension: Einfach Familie leben (Susanne Mierau und Milena Glimbovski)

Einfach Familie leben heißt das neue Buch von Susanne Mierau, der Autorin hinter dem Blog Geborgen Wachsen und Milena Glimbovski, der Gründerin von Original Unverpackt. Herausgekommen ist ein schöner Minimalismus-Guide für Familien mit kleinen Kindern, die auf der Suche nach weniger Konsum und mehr Zeit sind. Eltern werden mit Konsumangeboten häufig überschüttet. Viele Dinge werden für das Baby und später für das Kind angeblich dringend benötigt, kaum eine Marktlücke ist noch unbesetzt. So investieren Eltern nicht nur viel Geld in die Ausstattung ihres Zuhauses, sondern auch in die Zeit, die sie mit der Suche nach diesen Angeboten verbringen. Minimalismus in der Familie ist daher schon etwas länger ein Trend, der dem entgegenzuwirken versucht. Schon auf dem Titelcover wird die Intention der beiden Autorinnen deutlich: “Zuwendung & Zeit statt zu viel Zeug”. Gegliedert in die Kapitel “Erste Schritte”, “Pädagogik”, “Wohnen”, “Kleidung”, “Ernährung”, “Pflege”, “Lifestyle” und “Mobilität” gibt dieser Ratgeber mit vielen schönen Fotos von Katja Vogt kurze Einblicke in Themen, über die sich Eltern auf ihrem Weg in Richtung Vereinfachung Gedanken machen können. Entlang dieses Weges …