Nützliches, Studium mit Kind
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Der erste Geburtstag – zwischen Luftschlangen, Liebe und Taschentüchern

Geburtstagsparty! 🙂

Letzte Woche hatten wir etwas ganz Besonderes zu feiern: E. ist ein Jahr alt geworden! Die Zeit vergeht noch immer wahnsinnig schnell, es ist unmöglich sie anzuhalten und wir versuchen, jeden Moment im Gedächtnis zu behalten.

Schon in den letzten Wochen habe ich mich viel mit ihrem Geburtstag beschäftigt. Es ist unglaublich, dass sie bis letzte Woche vor einem Jahr in meinem Bauch gewohnt hat – und jetzt läuft sie durch unsere Wohnung und spielt jeden Tag neue Spiele. Ich war sehr oft melancholisch, habe mich an das gesamte letzte Jahr erinnert: Geburt, Kennenlernen, Spazierengehen, Pekip, Babyschwimmen, Kaffeetrinken, Menschen kennenlernen und Menschen sich entfernen sehen. Wir waren viel spazieren und abends habe ich ihr (und mir) zur Nacht Geschichten aus der Schwangerschaft erzählt.
Auch wenn man das Gefühl hat, dass das Leben seit der Geburt auf Pause gedrückt hat und man mit dem eigentlichen Alltag (Studium, Nebenjob, Karriere anstreben) anders als gedacht weitermacht, passiert jeden Tag wahnsinnig viel, man lernt viel und all die Erfahrungen möchte man gegen nichts eintauschen.

Ihr Geburtstag hat jetzt insgesamt drei Tage gedauert, es ist also kein Wunder, dass wir am dritten Tag dann schon nach den Nachrichten ins Bett gefallen sind.

Eine selbstgenähte Corhose

Am Geburtstag selbst sind wir so gemütlich aufgestanden, wie man nach einer kurzen Nacht nur aufstehen kann. All der Stress der Nacht (auch sie hat die Aufregung wohl gespürt) war plötzlich weg und mit dem ersten Kaffee wurden auch die ersten Geschenke aufgemacht. Von uns hat sie letztendlich doch eine Plastikpuppe mit weichem Körper bekommen, da es ja wirklich keinen Sinn macht, ihr etwas anderes zu schenken, nur weil wir das besser finden. Im Nachhinein bin ich ganz froh über die Plastikpuppe, denn sie lässt sie schon am Frühstück teilhaben und Frischkäse lässt sich so eindeutig besser vom Gesicht abwischen. Dazu gab es noch ein Herbstoutfit inklusive Cordhose, Buddelbüx und Regenjacke. David hat ihr auch extra für ihren Geburtstag ein Secondhand-Selfmade-Geburtstagsshirt gemacht.

Der Papa hat das Shirt gebastelt
E. war eindeutig stärker von Luftballons, Luftschlangen und Geschenkpapier als vom Auspacken angetan, doch als sie die Puppe entdeckt hatte, war sie auch davon total begeistert. Als alles ausgepackt und die Wohnung halb verwüstet war, hat pünktlich der Paketbote geklingelt und drei weitere Pakete von Freund*innen und Familie abgegeben. Auch die haben wir dann noch ausgepackt und uns selbst wahnsinnig über so liebe Gesten gefreut. 
Nach einem dringenden Mittagsschlaf haben wir uns hier eine Kita angeschaut, da wir gerne für nächsten Herbst einen Platz für E. hätten. Die Kita-Situation hier ist nicht besonders toll – es gibt zwar viele und verschiedene Kitas, aber wesentlich mehr Kinder im Kita-Alter. Wir hätten zwar einen Rechtsanspruch, würden aber lieber so in eine Kita unserer Wahl aufgenommen werden. Nicht jede kommt für uns dabei in Frage, uns ist das pädagogische Konzept und das Bauchgefühl in der Einrichtung sehr wichtig. Wir können E. nicht irgendwo abgeben, wir möchten Teil ihres Kita-Erlebnisses sein und mit gutem Gewissen zur Uni/Arbeit fahren. Die Suche wird sicher noch lange weitergehen. Die Kita, die wir uns mit Freund*innen angeschaut haben, hat uns sehr gut gefallen. E. ist sofort abgedüst und hat die Räume untersucht, das Konzept sagt uns auch zu. Allerdings gibt es auch hier nicht viele Plätze und dafür dann ein mehrstufiges Auswahlverfahren, was uns leider erstmal elitär erscheint. Und dass man dann einen Platz bekommt, ist ja auch nicht garantiert. Wir werden uns bewerben und abwarten. 
Die zwei Tage danach hatten wir viel und schönen Besuch von der Familie, mit Brunch, Spaziergängen, Kuchen, Drachenfest im Park usw. 
E. fand das toll und ist um Spielzeug, Bobbycar und Schaukelpferd reicher. Ein Auto und ein Pferd zum ersten Geburtstag, wie sollen wir das nur jemals toppen? 😉
Auch für uns war der Besuch toll, nach unserem Umzug wohnen wir ja weiter von der Familie weg und es ist schön, wenn wir sie trotzdem noch oft sehen können. 
Die Tage waren insgesamt aber körperlich sowie emotional auch sehr anstrengend, als Quittung bekommen wir alle pünktlich zum Herbstbeginn eine dicke Erkältung und möchten eigentlich nur noch im Bett sein. 
Gar nicht so einfach, wenn die Hausarbeitsfristen immer näher rücken! Eine meiner zwei in diesen “Ferien” habe ich schon fertig, für die zweite habe ich noch vier Tage Zeit – dann wird eventuell noch um eine Woche verlängert. 

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