Nachhaltigkeit & DIY
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Einen Lernturm aus IKEA-Möbeln bauen: So einfach geht’s!

E. ist gerade in der Phase, in der die “Übungen des praktischen Lebens” sie am meisten interessieren. Das meiste Spielzeug bleibt in der Ecke und mit großer Fürsorge werden Puppe und Kuscheltiere an- und ausgezogen, Windeln gewechselt und Zähne geputzt, der eigene Kleiderschrank auf Herz und Niere geprüft oder Dinge abgewaschen. Dafür wird schon mal der Couchtisch geflutet, nur um ihn danach mit dem Lappen trocken zu wischen. Das könnte einen manchmal in den Wahnsinn treiben, doch wenn man sieht, wie eigenständig die Kinder werden, kann man es auch ein viertes Mal ruhig hinnehmen.
Wie kann man die Kinder noch besser am Alltag teilhaben lassen? Nach mehreren stressigen Kochvorgängen mit einem interessierten Kind “am Rockzipfel” und der Unmöglichkeit, sie beim Kochen auf den Arm zu nehmen, haben wir im Internet Anleitungen für einen Lernturm gesucht. Es gibt da ganz verschiedene Möglichkeiten, aber die meisten greifen auf den großen Möbelschweden zurück. Aufgrund der Zeitersparnis im Vergleich zu komplett selber bauen haben wir uns dem gefügt und aus wenigen Einzelstücken eine Lernturm gebaut. Mit viel Energie könnte man ihn sogar an einem Tag fertigstellen.

Materialliste:

  • 1 x Stuhl IVAR (alternativ geht auch der Hocker ODVAR, aber wir fanden es gut, dass bei der Variante mit dem Stuhl zwei zusätzliche Beine auf dem Boden sind)
  • 1 x Hocker BEKVÄM
  • Zusätzliche Holzleisten, um oben eine Umrandung zu schrauben (kann man sich im Baumarkt zuschneiden lassen, bitte nochmal nachmessen)  
    • 3 Stücke à 35 x 6 cm für die Stirnseiten des Stuhls
    • 2 Stücke à 42 x 6 cm für die Seiten des Stuhls
    • 2 Stücke à 46 x 6 cm für den oberen seitlichen Rahmen
  • Schleifpapier, Schrauben, Werkzeug 

 

Anleitung: 

1) IVAR und BEKVÄM nach Anleitung zusammenbauen.

2) IVAR verkehrt herum auf BEKVÄM schrauben (passt genau, von der Lehne muss nichts abgesägt werden)

3) Für die Umrandung das Holz vorbohren. Dann splittert es nicht und man kann besser schrauben.

4) Zugeschnittene Holzteile an die Seiten und die obere Kante schrauben

5) Abschließend noch mit Schleifpapier die Ecken abrunden – und fertig! Das Kind kann über die Stufen des Hockers in den Lernturm klettern.

Wer mag kann für den Einstieg eine Tür o.ä. bauen, damit die Kinder nicht hinten rausfallen können. Dazu sind wir leider noch nicht gekommen, E. steht aber auch sicher im Turm. Man kann ihn natürlich auch noch streichen oder bekleben, wir fanden es so aber am schönsten.

Insgesamt hat uns der Lerntum ca. 50 Euro gekostet.

Sicherheitshinweis: Das Kind im Lernturm nie aus den Augen lassen, die Türme sind nicht komplett kippsicher. Selbstverständlich muss auch beim Kochen der übliche Sicherheitsabstand zu Gefahrenquellen weiter beachtet werden!

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