Nützliches
Schreibe einen Kommentar

Erstausstattung – was man wirklich braucht

“Erstausstattung” – das klingt schon wie Serienfahrzeuge bestimmter Automobilhersteller. Klima, ABS, Einparkhilfe, Radio-CD sollte es schon sein. Bloß nicht weniger – wer weiß, ob man dann allen Sicherheitsstandards genügt.

Genauso denkt man auch, wenn man im Internet ewig lange Listen darüber findet, was man für die ersten Wochen mit dem Baby brauchen könnte. Nicht selten sind solche Listen geschrieben von Leuten bzw. Unternehmen, die etwas verkaufen wollen.

Nach den ersten Monaten mit E. habe ich mich hingesetzt, um für euch eine Liste mit Dingen zu erstellen, die man tatsächlich gebrauchen könnte:

Kleidung 
Zur Größe: jedes Baby ist unterschiedlich. E. hat mit 55cm noch ca. vier Wochen in 50 reingepasst, 56 wäre aber auch vollkommen okay gewesen. Mit drei Monaten sind wir auf 62/68 umgestiegen. 
Noch ein genereller Tipp: Wer keine eigene Waschmaschine hat, besorgt von allem 2-3 mehr.
5-6 Bodys (Kurz- oder Langarm, je nach Jahreszeit), am Anfang am einfachsten Wickelbodys
3-4 Babypullover/Hemdchen
3-4 Strampler (gerade am Anfang besser für den Nabel als noch so schicke Hosen)
2-3 Paar Socken
2-3 Schlafanzüge, am besten mit Füßen dran – sonst sind die Socken irgendwann weg
Erstlingsmützchen (manche Babys mögen keine Mützen. E. akzeptiert nur solche ohne Bändchen)
– je nach Jahreszeit: Jacke + Hose/Anzug, Fäustlinge

Meine Hebamme hat mir folgenden Tipp gegeben: Kauft erstmal das selbst, worin ihr euer Baby nach Hause holen wollt. Ansonsten bekommt man nämlich viel geschenkt und weiß gar nicht, wie man seinem Baby das alles anziehen soll, bevor es herauswächst. Wenn ihr mehr in größeren Größen geschenkt bekommt, sind ein paar Bodys immer noch schnell gekauft.

Möbel & Einrichtung
Babybett mit Matratze (das Baby sollte zur Verringerung des Risikos des plötzlichen Kindstods im eigenen Bett im Zimmer der Eltern schlafen)
2-3 Bettlaken (auch mit noch so saugstarken Windeln kann mal etwas passieren)
2 Schlafsäcke je nach Jahreszeit (dünn, Baumwolle bis zu Wollschlafsack)
wasserdichte Wickelgelegenheit (es muss nicht immer eine extra Kommode sein, ein fester Tisch tut es auch, zur Not sogar das Bett)
Mülleimer für Windeln (man kann gerne auf die mit Duftkassetten verzichten. Meine Großtante sagte, wer ein Baby bekommt, muss mit ein bisschen Gestank rechnen. Und dann zur Mülltonne laufen)
– eine Schale für warmes Wasser zum Wickeln
Waschlappen und Handtücher (müssen nicht extra gekauft werden)
– wer kann: Wärmelampe (Babys lieben es, kommen aber auch ohne durch)
– wer mag: Spieluhr
– wer ein großes Haus hat: Babyfon (Wir haben in 4 Monaten noch keines gebraucht)
Babybadewanne oder großen, dichten Wäschekorb, wenn man kein großes Waschbecken hat (wer eine Badewanne für Erwachsene hat, kann den Wurm auch einfach mit hineinnehmen)
– wir haben in den ersten Monaten keinen Sterilisator gebraucht, sondern Flasche + Schnuller einfach für 5 Minuten in einen großen Topf mit Wasser ausgekocht – ein Sterilisator spart aber Wasser und Strom
– ein Flaschenwärmer bringt Babys Fläschchen auf die richtige Temperatur. Mit etwas Temperaturgefühl kann man das aber auch mit dem normalen Wasserbad erreichen

Stillen (da ich nur stille, kann ich über den Bedarf bei Babynahrung sonst nichts sagen)
Stilleinlagen (Einweg- oder Mehrweg, da gibt es z.B. schöne bei dm)
Stillkissen (einfach super praktisch, auch schon zur Seitenlage in der Schwangerschaft)
– 1 Flasche mit Teesauger (falls es doch mal Bäuchleintee sein sollte oder selten abgepumpt wird)
Milchpumpe bei Milchstau – oder wenn mal abgepumpt wird (hierzu werde ich bei Zeit noch einen Post erstellen). Tipp: Elektrische Pumpen kann man sich auch von der Ärztin/dem Arzt auch erstmal verschreiben lassen und ausleihen, dann muss man nicht gleich kaufen!
Spucktücher!!! Gerne 5-6, die stinken schnell, wenn draufgespuckt wird
– beim Stillen: Wollfett im Haus haben 😉
– für euch: 2-3 praktische Still-Tops/Blusen und gut sitzende Still-BHs – das macht vieles leichter!

Für draußen
Kinderwagen oder Tragetuch/Tragesystem (wichtig ist, dass ihr etwas aussucht, womit ihr gerne rausgeht – nicht, was anderen gefällt! Bei Tragesystemen lohnt sich eine Beratung, damit es zu euch passt)
Fell für Kinderwagen (nicht für’s Babybett!) im Winter
Regenschirm fürs Tragen, Regenverkleidung für Kinderwagen
– bei Bedarf eine Autoschale, die möglichst aktuellen Sicherheitsstandards entspricht
– eventuell eine Wickeltasche. Jede andere Tasche tut es aber eigentlich auch, wenn man Windeln & Ersatzkleidung wasserdicht und sauber darin verstauen kann – Wickeltaschen lassen sich aber meist sehr leicht am Kinderwagen befestigen

Sonstiges
– 2 Pakete Einweg-Babywindeln (kleinste Größe), wenn ihr solche verwenden wollt
Babynagelschere (die Nägel wachsen wie verrückt und hinterlassen nach einigen Wochen Kratzer im Gesicht)
Totes Meer Badesalz (1 EL in die Badewanne, Tipp von meiner Hebamme – E. hatte in den 4 Monaten bisher noch kein Shampoo)
Badewannenthermometer
Moltontücher zum Unterlegen unters Bettlaken (wasserdichte Unterlagen sollten wegen der Gefahr des plötzlichen Kindstods nicht verwendet werden)
Bauchmassageöl (z.B. von Weleda), um die Pupse rauszumassieren 😉
Bäuchleintee, der für das Alter freigegeben ist
– ein großes Baumwolltuch zum Pucken (wir haben zum Beispiel diese)
Schnuller (wer mag). Es lohnt sich, 2-3 auszuprobieren, E. nimmt nur eine bestimmte Form
Babythermometer zur Kontrolle der Temperatur in den ersten Wochen
– Spielzeug usw. braucht man am Anfang noch nicht. E. hatte aber einen Teddy, der von Beginn an bei uns war. Nach ein paar Wochen haben wir mit einem Mobile über der Wiege angefangen, als ihr merklich langweilig wurde
– es ist schön, eine Kamera zu haben, um in besserer Qualität als mit dem Handy Fotos zu machen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.