Baby, Nachhaltigkeit
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“Flitterwochen” auf dem Archehof: Glamping als Familienkur

Vor ein paar Monaten saß ich abends auf dem Sofa und habe das TV-Programm durchgeschaltet, dabei bin ich wirklich rein zufällig auf vox hängengeblieben. Scheinbar wollte das Schicksal, dass ich in der stressigen Phase der Bachelorarbeiten ausgerechnet bei Angelo Kelly und seiner Familie hängenbleibe. Ich bin für Kelly-Verhältnisse spät geboren, wir hatten zwar eine CD, aber als ich in der Grundschule war, war es cool, die Musik doof zu finden. Meine frühere Ablehnung war bei diesem Bericht jedoch sehr schnell verschwunden, denn zu sehen, wie Angelo Kelly mit seiner Familie durch Europa fährt, wie die Kinder einfach wahnsinnig viele Erfahrungen machen können und sich alle auf das Wesentliche konzentrieren, hat in mir ganz viel ausgelöst.
Ich wollte zu dem Zeitpunkt einfach nur noch auf Pause drücken, Achtsamkeit fördern und vor allem nicht beim Gute-Nacht-Lied hoffen, dass E. schnell einschläft, weil ich ja noch an den Schreibtisch musste. Ich wollte einfach mal Zeit haben und eine Weile unplugged leben. Unsere Tage sind oft so durchgetaktet, dass man gar nicht dazu kommt, den Biorhythmus zu registrieren oder zu beachten. Irgendwann in diesem Bericht lief dann ein Lied von Angelo Kelly, dessen Video und Text mich – und das ist mir fast ein bisschen peinlich – zu Tränen gerührt haben. So schön fand ich das.
Das Lied hat es schlussendlich in unseren Hochzeitstanz vor zwei Wochen geschafft und wir haben schon vor Monaten unsere “Flitterwochen” gebucht, ganz nach dem Motto slow down just a litte. Den internetfreien Sonntag haben wir in letzter Zeit kaum noch konsequent durchgezogen, weil immer jemand an den Schreibtisch musste, deshalb wollten wir jetzt einen internetfreien Urlaub. Zuerst war der Plan, Last Minute zu verreisen und am Flughafen zu sehen, wo es hingeht. Dann wollten wir nach Irland und da einen Camper mieten. Doch dann stieß ich auf Utopia auf eine Top10-Liste zum sogenannten “Glamping” – Glamour Camping. Wir haben uns für Glamping in Bayern entschieden, nur 3-4 Stunden Autofahrt, kein Flieger, der ausfallen kann und garantiert keine Medien in der Woche – in den Zelten gibt es nämlich keinen Strom.
Die Zelte von innen. In der Mitte steht der Holzofen, hinten rechts ist das Schlafzimmer. Hinten links sind ein Kinderzimmer und das Badezimmer.
David und ich sind beide in Dörfern großgeworden und haben es immer genossen, dass es viel Platz, viele Tiere und viel Natur gab. Jetzt, wo wir in der Stadt wohnen, fehlt uns das immer öfter, vor allem auch für E. Ein Urlaub in der Natur kam daher wie gerufen.
Unser Zelt von hinten. Ganz viel Wiese um uns herum!
Direkt vor unserem Zelt gab es eine Schaukel, wir konnten Eier aus dem Hühnerstall holen und “Kühe gucken”.
Viel Zeit für Schaukelgespräche
In den kommenden Tagen werde ich mehr von unserer Woche auf der Pausetaste berichten – davon, was und wie man ohne Strom mit Kind gut kochen kann, womit man sich gut beschäftigen kann und wie E. das erste Mal im Ausland war. Seid gespannt!

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