Baby, Tragen
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Herzlich Willkommen, liebes Tragetuch!

Hallo 🙂 

Zu E.s Geburt haben wir lange überlegt, wie wir sie tragen möchten – mit einem Tuch oder einer Tragehilfe? Was passt besser zu uns?

Tragetücher fand ich schon immer wunderschön, es gibt einfach tolle Designs! Aber die Länge der Tücher hat mich doch abgeschreckt, ich wusste gar nicht, wie ich mit so viel Stoff umgehen soll. Erstrecht, wenn ich ein schreiendes Baby auf dem Arm haben würde. 
Wir haben uns dann für eine Tragehilfe entschieden und sowohl Manduca als auch Fräulein Hübsch benutzt. Das Binden geht einfach, die Größe ist verstellbar, E. saß gut darin – eigentlich gab es gar nichts zu meckern. 
Doch irgendwie fehlte mir dieses “Tragegefühl”. Das schöne Tuch, in dem mein Baby sitzen kann und das sich ganz unterschiedlich binden lässt, je nachdem, was man gerade benötigt. Dieses Gefühl, noch näher beieinander und fast wieder eins zu sein. 
Ich war ehrlich auch ein bisschen neidisch auf die Leute, die nicht versucht haben, hinter jedem Tragetuch eine komplizierte Bindeweise zu vermuten, sondern die es einfach ausprobiert haben und damit ganz glücklich aussahen. 
Nach ein paar Monaten sparen konnte ich uns jetzt auch endlich ein Tragetuch bei Didymos bestellen und die Lücke, die ich gefühlsmäßig hatte, schließt sich. Die Bindeanleitung hat mich zwar erstmal überfordert (“Das kann ich mir nie merken!”), doch schon mit dem ersten Binden kam ich Schritt für Schritt voran. Ich hatte ein Kind auf die Welt gebracht – da werde ich mir ja wohl so ein Tuch umschlingen können! 
Beim zweiten Mal habe ich die Wickelkreuztrage schon ohne Anleitung richtig gebunden – so schwer ist das also gar nicht. 
Doch das Tuch musste auch gleich in den Praxistest: Raus an die Luft, rein in den Park. Das Gehen war sehr angenehm, im Vergleich zur Fräulein Hübsch oder Manduca verteilt sich das Gewicht natürlich noch einmal ganz anders, immerhin wird jede Tuchbahn (Oh hallo, Frau Fachsprache, das ging aber schnell!) einzeln nachgestrafft und das Baby im Tuch perfekt dem eigenen Körper angepasst. Auch die verschiedenen Knotentechniken lassen eine individuelle Gewichtverlagerung zu. In den kommenden Wochen wird man mich sicher häufig mit dem Tuch im Park sehen – jetzt möchte ich natürlich alle möglichen Trageweisen ausprobieren. 
Mit Madame die Enten angucken
Beim Tragen kann man vieles richtig aber auch einiges verkehrt machen. Nach und nach lernt man immer mehr dazu und “schnallt” das Kind richtig vor den Bauch oder auf den Rücken.
Vor der Schwangerschaft dachte ich noch “Wer braucht denn eine Trageberatung? Man wird sein Kind wohl von Natur aus richtig tragen!” Und ja, das glaube ich teilweise auch immer noch. Aber es kann nicht schaden, die Anatomie der kleinen Wesen zu verstehen und die für sich passende Trageweise zu finden, damit das Tragen für alle eine schöne Sache wird. Nicht jeder Körper passt zu jedem Tragetuch oder Tragehilfe – und andersrum. Der Markt ist riesig, ein bisschen Orientierung hilft vor dem Kauf auf jeden Fall weiter! 
Um anderen dabei zu helfen, mache ich in 6 Wochen eine Ausbildung zur Trageberaterin in Hamburg. Ich probiere schon die ganze Zeit viele Dinge und Hilfsmittel aus und habe dadurch bisher schon einen guten Überblick über die “Szene” (das ist es wirklich..) erhalten. Ich hoffe, mir damit neben dem Studium den einen oder anderen Euro dazuverdienen zu können. Wer hätte das gedacht? 😉

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