Potsdam, Tragen
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Meine Probestunde beim Kanga-Training in Potsdam

Letzte Woche habe ich etwas getan, was ich von mir selbst nie geglaubt hätte: Ich habe an einer Probestunde beim Kanga-Training teilgenommen. Ich muss zugeben, dass ich in Kiel schon in der Schwangerschaft von diesem Sporttrend mit Baby erfahren habe, aber es lange Zeit ganz ehrlich etwas “affig” fand. Das lag daran, dass man bei Youtube ziemlich affige Videos findet und auch für Werbeslogans wie “Let’s kanga” bin ich nicht wirklich empfänglich.
Dennoch hat man ja hin und wieder einen Moment, in dem man über seinen eigenen Schatten springt, um neue Dinge auszuprobieren. Meine Motivation war ganz verschieden, ich wollte als Trageberaterin natürlich schon die ganze Zeit wissen, wie ein Kurs denn tatsächlich ist und wie ich meinen Beratungseltern davon erzählen kann. Ich wollte auch wissen, ob es wirklich so ist, wie ich es mir vorgestellt habe und ganz ehrlich wollte ich auch einfach mal sehen, ob es eine Möglichkeit ist, andere Leute im Bereich Tragen hier in Potsdam kennenzulernen.
Ich habe mich dann ganz spontan für das Probetraining angemeldet, am Morgen noch darüber nachgedacht, ob ich tatsächlich hingehe und mich schließlich aufgerafft. Und was soll ich sagen – es hat wahnsinnig Spaß gemacht und ich habe schon lange nicht mehr solchen Muskelkater gehabt. 
E. war mit ihren 14 Monaten mit Abstand das älteste Kind im Raum und während die anderen Babys am Anfang beim Fitnessteil überwiegend zufrieden auf der Matte lagen, hat E. den Raum erkundet und sich beim “Planken” auf meinen Rücken gesetzt und wollte Pferdchen spielen. Ich habe das Gewicht als Zusatzherausforderung gesehen. 

Nach den Fitnessübungen war ich erstmal sehr froh, als die Kinder in die Tragehilfen kamen und das Tanzen anfing. Ich tanze gerne, aber so mit Kind auf dem Rücken fühle ich mich meist eher wie ein schaukelndes Wüstenschiff. Das hat der Stimmung aber irgendwie keinen Abbruch getan, es war auch in dem Moment gar nicht affig, weil ja alle in dem Raum so getanzt haben. Man braucht dabei wirklich Koordination und Gleichgewicht. 
Später wurden dann noch Übungen mit Kind in der Tragehilfe gemacht, als ich schon dachte, meine Beine tragen mich nicht mehr nach Hause. Den fehlenden Sport (momentan nur Pilates) merke ich schon sehr deutlich. 

Lachen musste ich tatsächlich nur ein einziges Mal – als eine Handpuppe (“Frau Beckenboden”?) beim Anspannen und Lockerlassen der Muskulatur unterstützen sollte. Das ist wirklich nichts für mich.
Aber am Ende ist E. vom Geschaukel und Gekuschel nach langer Zeit mal wieder in der Trage eingeschlafen und ich mochte sie kaum wieder herausholen. 
Im Nachhinein ärgere ich mich jetzt sogar, dass ich solche Angebote nicht früher ausprobiert habe und nehme mir vor, in Zukunft weniger voreingenommen zu sein. Denn anstrengender Sport ist Kanga-Training allemal. Mit meinem kaputten Knie habe ich mir aber vorgenommen, erstmal ohne 10 Kg auf dem Rücken Sport zu machen. 
Für alle, die im Raum Innenstadt auch mal “schnuppern” wollen: Nina macht das super und bietet unter diesem Link im März wieder eine Schnupperstunde in Potsdam an. 

1 Kommentare

  1. Hört sich nach viel Spaß an! Ich kenne das, ab und zu muss man wirklich über seinen eigenen Schatten springen und etwas neues ausprobieren. Seit ein paar Monaten bin ich im ai-fitness.de angemeldet und seit dem probiere ich auch viele verschiedene Kurse aus. Tabata war gestern dran und der Muskelkater lässt grüßen. Mit meiner kleinen habe ich bis jetzt nur Yoga ausprobiert, da war sie aber eher damit beschäftigt die anderen Kinder und den Raum zu erkunden. Ich glaube für Kanga dürfte sie schon zu groß sein.
    Alles Liebe,
    Mariella

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