Potsdam, Wochenende in Bildern
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Unser Wochenende in Bildern – 25./26. März 2017

Momentan sitze ich leider sehr viel an meinen Hausarbeiten, weshalb ich nur selten dazu komme, neue Blogartikel zu schreiben. Diese Woche habe ich mich daher für wenig Text – viel Bild entschieden und nehme euch mit in unser Wochenende in Bildern. So viel sei schon verraten: Der Frühling ist da! 
Der Samstag begann wenig spektakulär – ich war um 8 Uhr am Schreibtisch und habe weiter an meinen Hausarbeiten geschrieben. Eine muss ich nur noch fertigstellen, danach wartet aber noch eine zweite auf mich und ich bin mir noch nicht so sicher, wie ich das neben der Eingewöhnung bei der Tagesmutter in den nächsten 14 Tagen vollbringen soll, momentan ist es ja so, dass ich den ganzen Vormittag mit da bin und E. vor dem Mittagessen wieder mit nach Hause nehme. Noch bin ich aber optimistisch. 
E. hat währenddessen mit dem Papa Pfannkuchen gemacht und nach dem Essen sind wir mit dem Fahrrad zum Einkaufen in die Stadt gefahren. Endlich haben wir ein zweites Fahrrad und überhaupt einen Kindersitz, passend zum Frühlingsbeginn können wir kleinere oder größere Touren starten.

Auf dem Weg in die Stadt haben wir einen Umweg über den Volkspark gemacht, hier gibt es immer mehr Blumen zu sehen, die sich im Wind bewegen und eine unheimliche Faszination auslösen. Wir werden in den nächsten Wochen noch sehr viel Geduld haben müssen. 
Nach dem kleinen Ausflug ging es für mich wieder an den Schreibtisch. In den letzten zwei Wochen hatten wir schön der Reihe nach Bronchitis und ich hänge mit meinem Zeitplan total hinterher. Ein Kaffee und Gebäck sorgen aber immer wieder für neue Motivation.

Wir haben dann später zu dritt eingekauft, manchmal kommt man gar nicht hinterher, alles zurückzustellen, was E. aus den Regalen gezogen hat und gleichzeitig alles einzupacken, was man eigentlich benötigt. Zu dritt (oder alleine) geht es da schon besser. Im Supermarkt hatten wir eine amüsante Begegnung mit einer ungeduldigen Frau mit vollbepacktem Einkaufswagen hinter uns am Pfandautomaten. Auch wenn sie wesentlich mehr Flaschen zurückbringen wollte als wir, war sie so ungeduldig, dass es ihrem Sohn schon wahnsinnig peinlich wurde. Der Automat nahm natürlich jede Flasche erst beim zweiten Versuch an und als sie irgendwann neben mir stand, um mitzuzählen, wie viele Flaschen David wohl noch abgeben wollen würde und in ihren Schal murmelte, dass sie gleich für ihn den Knopf drückt, musste ich sie dann doch fragen, ob bei ihr alles in Ordnung sei. Hätte ja sein können, dass es irgendwo einen Grund für ihre Ungeduld gibt. Sie versuchte, mich zu ignorieren und schimpfte dann doch, dass es wohl Leute mit zu viel Zeit und solche mit weniger Zeit gäbe und ich war wirklich erleichtert, dass wir offensichtlich wie die mit zu viel Zeit wirken. Als ihr Sohn dann auch noch ihrer Meinung nach die Kästen zu langsam in den Automaten geschoben hat, wäre ich wirklich gerne stehengeblieben und hätte abgewartet, ob nicht gleich der Pfandbehälter voll sein müsste. 
Nachdem unsere Nachbarin spontan zum Abendessen rüberkam und ich noch zwei weitere Stunden am Schreibtisch war, habe ich mich für eine Viertelstunde mit einem Buch auf das Sofa gelegt. Nach so viel Bildschirmzeit ist ein interessantes Buch für mich eine willkommene Ablenkung. Schon seit ein paar Monaten verfolgen wir Minimalismustrends und versuchen herauszufinden, ob unsere früheren Vorstellungen von Einrichtung und Konsum noch mit dem übereinstimmen, was wir jetzt möchten. Wir entrümpeln gerade die Wohnung, schrauben Regale in einem Zimmer ab und bauen sie in anderen anders wieder auf. Was aus einigen unserer aussortierten Klamotten wird, könnt ihr hier noch einmal nachlesen. 
Sonntagmorgen – Frühstück begann um 6:58 und wir freuten uns, dass es schon fast 7 war und wir länger schlafen konnten als sonst. Zumindest bis uns der Blick auf die noch nicht umgestellte Kaffeemaschine in Erinnerung rief, dass es eigentlich genauso früh war wie jeden anderen Tag auch. Etwas Zimt im Kaffee macht immerhin etwas munterer. Eigentlich wollten wir heute in den Tierpark, aber dann haben sich alle Pläne doch geändert und mich grüßte das tägliche Murmeltier Uni. 
Während David E. schlafen gelegt hat und gleich auch dort blieb, suchte ich mir in der Küche ganz alleine und in Ruhe die Zutaten für das Mittagessen zusammen. Wir probieren gerne mal neue Rezepte aus und kochen auch mal mit Besonderheiten, auf die wir sonst nicht achten müssen. Wir haben zum Glück kein Problem mit Gluten oder Laktose, aber gestern haben wir schon alles eingekauft, um heute mal “ohne” zu kochen. Das Chefkoch-Rezept für “Glutenfreie Mittelalterfladen” habe ich also auch noch laktosefrei gemacht und dabei auch sonst etwas variiert. Den Getreidezucker als Alternative zu Kristallzucker wollte ich schon lange probieren, auch hatte ich keinen Quark und habe diesen mit Gewürzen aus Joghurt und Frischkäse selber gemischt. 
Mit Hunger haben wir es gerade noch auf den Spielplatz geschafft und haben da die “Mittelalterfladen”, die wir bereits in “Pizza” umgetauft haben, zusammen mit Salat, Wasser und Kaffee verputzt. Verwirrte Blicke erntet man komischerweise immer, wenn man sein Kleinkind fragt, ob es noch mehr Pizza haben möchte – bei einem Brot mit Käse und Tomate würden wahrscheinlich alle applaudieren. 
An allen möglichen Ecken beginnt es mittlerweile zu blühen. Wir genießen heute Abend noch das Nachwirken der Sonne auf der Haut und während David meine Hausarbeit Korrektur liest, fange ich endlich mit der letzten an.

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