Studium mit Kind
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Wo ist denn nur die Woche hin? Nachtrag von Sonntag.

Sonntagabend, ca. 21:00 Uhr. E. döst endgültig ein, David und ich kommen endlich an die PCs. Manchmal fühlt es sich an, als würde man das geheime Leben einer Doppelagentin führen, die beim Wechsel vom Tag zur Nacht zu einer ganz anderen Persönlichkeit wird. 
Auch wenn es schon Sonntag ist, muss diese Woche noch sehr viel erledigt werden, manchmal fragt man sich dann abends wirklich, wo die Woche schon wieder hin ist.

In vier Wochen ziehen wir nach Potsdam. Einen Studien- und Wohnort zu finden, der für beide einen passenden Master bereithält, ist erstaunlicherweise nicht gerade einfach. Man braucht Städte mit verschiedenen Unis oder Städte, wo zumindest eine andere große Uni in der Nähe ist. Mal hatte David an einer Uni etwas gefunden, mal ich – aber nur Berlin/Potsdam bot endlich für beide etwas an. Wir hoffen nun beide auf eine Zusage aus Potsdam und werden ansonsten in Potsdam wohnen und in Berlin studieren, denn in Berlin mit Kleinkind zu wohnen war nun nicht gerade meine Traumvorstellung.
Wir ziehen in eine Wohnung, die eher was mit Spießigkeit als mit Studierendenbude zu tun hat. Aber sie ist perfekt. Kinderfreundlicher Stadtteil, Straßenbahn vor der Tür, 3 Zimmer und viele Parks in der Nähe. Interessant, wie sich solche Parameter ändern.

Während also gerade mal wieder die Prüfungsphase beginnt, koordinieren wir parallel den größten Umzug, den wir bisher gemacht haben. Die letzten Male hat alles in einen Bus + Anhänger oder einen Sprinter gepasst, aber Laufgitter, Wickeltisch, Babybett und co. haben unseren Hausstand mittlerweile stark vergrößert. Wir haben einen LKW gemietet und uns bei einem großen schwedischen Möbelhaus eine Küche zusammengestellt, die wir in zwei Wochen schon aufbauen wollen.

David hat in den nächsten Wochen noch eine Klausur, Hausarbeiten und die Bachelorarbeit vor sich, meine Hausarbeiten sind zum Glück erstmal auf August/September vertagt und in den nächsten Wochen stehen nur noch Referate an – sonst würden wir das alles gar nicht schaffen. Die ToDo-Liste muss wenn möglich noch irgendwie überschaubar bleiben, ein Studienabschluss bei Umzug reicht dann wirklich aus.

Gefühlt bleibt jede Woche noch sehr viel liegen, wofür man dann doch keine Zeit mehr findet. Immerhin habe ich es diese Woche auf den letzten Drücker geschafft, meine Prüfungsvideos an die Trageschule zu schicken. Nun hoffe ich darauf, dass ich in der Nachprüfung nicht allzu viel nochmal drehen muss und schnell die Zertifizierung als Trageberaterin der Trageschule Hamburg bekomme – zum Glück kann ich auch so schon als Trageberaterin arbeiten, die ersten Termine in Potsdam sind gemacht.
Das Drehen der Videos war diese Woche allerdings wettertechnisch eine Herausforderung: In Kiel war es eklig schwül und auch gegen 22 Uhr noch viel zu warm, um Tragetücher zu binden und dabei noch einigermaßen vernünftige Sätze zu bilden 😉

Gleichzeitig war hier Kieler Woche, von der wir dieses Jahr tatsächlich (und zum großen Teil gewollt) gar nichts mitbekommen haben – außer zu voller Straßen, fehlender Parkplätze und nicht fahrender Busse. E. bekommt gerade mehrere Zähne gleichzeitig und war krank, sodass wir die Woche überwiegend in der Wohnung verbracht haben. Einmal haben wir uns dann doch zur Eisdiele gewagt und dem schwülen Wetter mit Milchshakes getrotzt. Mit dabei: die ruckeli, eine neue Trage, die wir seit dieser Woche haben und die mein Beratungssortiment sehr wertvoll erweitert. Wir sind total begeistert und wenn die Wochen etwas ruhiger werden, stelle ich sie euch mal ausführlich vor.

Heidelbeer-Milchshake für mich, Wasser für E.

Vielleicht wird es in den nächsten 4 Wochen durch den Umzug etwas ruhiger auf meinem Blog, danach geht es dann umso öfter weiter!

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