Wochenende in Bildern
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Wochenende in Bildern 13./14. Januar 2017

Heute gibt es wieder einen Einblick in unser Wochenende. Ursprünglich wollte ich dieses Wochenende mit zwei guten Freundinnen verbringen, doch langfristige Pläne sind hier momentan nicht angesagt. Das Kind war am Freitag zuhause und ich im Home-Office, was die ganze Wochenendstruktur irgendwie schon durcheinander gebracht hat. Viele Stunden des Uni-Nachholens und mit Referatstreffen standen dann für Samstag und Sonntag auf dem Plan. Aber seht selbst:

Der Samstag beginnt mit einem frühen Besuch auf dem Wertstoffhof. Beim Ausräumen des Kellers vor zwei Wochen hat sich so einiges angesammelt, was nun weg sollte: ein alter Koffer, der kaputte Staubsauger, ein alter Heizlüfter, Metalle usw. Wir müssen uns etwas beeilen, denn bis 10 Uhr muss das Auto beim TÜV sein.

Das Auto bleibt ein paar Stunden in der Werkstatt, wir gehen erstmal im Biomarkt einkaufen. Die Tochter darf einen Kinder-Einkaufswagen schieben und ich habe nur wenige Schockmomente, weil sie erst in letzter Sekunde den Glasflaschen ausweicht. Die Straßenbahn verpassen wir und beschließen angesichts der 0° draußen, lieber noch einmal zurückzugehen und die 20 Minuten bis zur nächsten Bahn mit einem Heißgetränk zu verbringen. Ein Teil des Kakaos landet auf dem Tisch, aber das stört niemanden.

Nach einer Fahrt mit der Straßenbahn und einem kurzen Fußweg sind wir dann zuhause und ich freue mich mal wieder sehr, das ganze Obst und Gemüse ohne sinnlose Plastikverpackung gekauft zu haben. Ich mag es nicht, das Essen erst aus dem Plastik zu schälen und daher habe ich sowieso schon immer Stoffbeutel dabei und fahre lieber in den Biomarkt. Es ist mittlerweile allerdings so spät geworden, dass ich den Plan, Gnocchi selbst zu machen verschoben habe und nun die aus dem Kühlregal zusammen mit Gemüse in die Pfanne schmeiße.

Nach dem Mittagsschlaf holen wir das Auto wieder ab, es ist mittlerweile wirklich kalt und windig geworden. Die erst vor kurzem gemachten Zündkerzen und die Zündspule sind kaputt und es muss erst repariert werden, bevor unser Auto TÜV bekommt. Das wird finanziell neben den gerade anstehenden Semesterbeiträgen ordentlich reinhauen. Meine Laune sinkt kurzerhand auf den Nullpunkt.

Das Kind überredet uns, doch noch in die Bibliothek zu fahren. Zum Glück, denn in der Bereichsbibliothek in Golm entdecken wir den Eltern-Kind-Raum und meine Laune hebt sich wieder. Die Bibliothek ist uns sonst für den Alltag eigentlich zu weit weg, die Arbeitsplätze sind allerdings wesentlich schöner als die am Neuen Palais und in diesem Raum können Kinder so viele spannende Sachen selbst entdecken.

Nach dem Abendbrot spielen wir eine Runde Fische angeln und dann geht es für die Tochter schon ins Bett. Die Nächte sind momentan sehr unruhig, ein weiterer Backenzahn möchte sich gerne zu den anderen gesellen.

Für mich geht es dann noch an den Küchentisch, um die Referate für die kommenden Wochen vorzubereiten. In diesem Semester sollen Konzepte dazu jeweils schon sehr früh verschickt werden und so steht gerade immer wieder eine Nachtschicht an.

Am Sonntag gibt es ein gemeinsames Frühstück, danach bricht David zu einem Referatstreffen nach Berlin auf. Die Sonne scheint herrlich ins Wohnzimmer, im Hintergrund läuft gute Musik und E. und ich spielen noch etwas, bis es Mittagessen gibt.

Da wir gestern im Biomarkt waren und Fleisch kaufen konnten, gibt es heute Nudelauflauf mit Hähnchen. Es gibt bei uns wegen des zu Recht hohen Preises für gute und verantwortungsvolle Qualität meist nur am Wochenende Fleisch und so ist das Essen dann immer ein kleines Highlight.

Während die Tochter schläft, komme ich endlich dazu, den Nähtisch aufzuräumen. Dessen Chaos ist mir schon länger ein Dorn im Auge gewesen, stand auf der Prioritätenliste aber nicht so weit oben. Dann gibt es noch einen Kaffee und ich schaffe tatsächlich noch den Rest vom Presseclub. Die Sondierungsgespräche habe ich mit großer Spannung abgewartet und werde mich in den nächsten Tagen mal genauer durch die Ergebnisse und die Planungen im Bereich Familienpolitik lesen.

Es ist draußen zwar sehr kalt, aber dafür scheint die Sonne. Im Zwiebellook treten E. und ich vor die Tür und starten bei -1° einen Spaziergang. Ich bin so sehr damit beschäftigt, die Schaukel anzuschubsen und mich zu fragen, ob die Ketten nicht auf die Dauer viel zu kalt zum Anfassen sind, dass nur dieses unscharfe Bild vom Volkspark entsteht.

Normalerweise finde ich es in der Biosphäre sehr schön, aber heute ist es leider viel zu voll. Viele Menschen im Tropenklima können leicht anstrengend werden. Die Schmetterlinge und Geckos sind trotzdem wieder ein Highlight und da wir eine Jahreskarte haben, muss ich mich nichtmal darüber ärgern, Eintritt zu zahlen und dann weniger als eine Stunde zu bleiben.

Die Einschlafbegleitung dauert dann zum Abschluss des Wochenendes sehr lange. Nach fast zwei Stunden komme ich gerade sehr müde aus dem Kinderzimmer. David ist gerade nach Hause gekommen und kocht jetzt noch einen Kaffee. Heute steht wieder eine Nachtschicht an, denn die Deadlines haben in der Regel keine Kapazität für Tage ohne Kita und mit Backenzähnen.

Mehr Wochenenden in Bildern findet ihr auf dem Blog geborgen-wachsen.de.

 

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